Traditionsverein Sigleß ist wieder voll aktiv

Erstellt am 15. Mai 2022 | 02:49
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8352302_mat19matz_sigless_3sp.jpg
Obmann Lukas Bruckschwaiger zeigt es an: Der SV Sigleß ist wieder da, mit einer Kampfmannschaft. Statt 2. Liga heißt nach einem Jahr Abstinenz die neue sportliche Heimat 2. Klasse Mitte. Dort will man sich in der kommenden Saison vorerst einmal behaupten.
Foto: Foto Ivansich
Nach einem Jahr Kampfmannschafts-Pause stellt der SV Sigleß 2022/2023 wieder ein Team in der 2. Klasse Mitte.
Werbung

Es war im vergangenen Juli schon ein plötzlicher Schock für die 2. Liga Mitte und den SV Sigleß selbst – der Traditionsverein, der einst sogar in der Regionalliga Ost spielte, musste den Kampfmannschafts-Spielbetrieb vorübergehend einstellen. Grund? Spielermangel und fehlende helfende Hände.

Betont hat man im Verein, der ja im Nachwuchsbereich weiterhin tätig war, dass man eine Rückkehr mit einer Kampfmannschaft anstrebe. Damals konnte man nur den Zeithorizont nicht genau beziffern, wann man die Unterhaus-Bühne wieder betritt.

Jetzt ist es fix: Lediglich ein Jahr pausierte der SV Sigleß. In der kommenden Saison startet man wieder durch, von der 2. Klasse Mitte aus soll der SVS Schritt für Schritt wieder erfolgreich werden.

440_0008_8354733_mat19matz_bruckschwaiger_1sp.jpg
Lukas Bruckschwaiger, hier noch als Spieler. Mittlerweile ist er Obmann.
Foto: BFV

An der Spitze des Vereins steht seit Herbst 2021 Lukas Bruckschwaiger als Obmann. Stellvertreter ist Arnold Ernst, der jahrelang als Funktionär und an der Spitze des SV Sigleß tätig war.

Bruckschwaiger bestätigte im Gespräch mit der BVZ die Rückkehr des SV Sigleß: „Wir werden bis 20. Mai eine Anmeldung beim Burgenländischen Fußballverband abgeben.“ Gespielt wird dann in der 2. Klasse Mitte, so sehen es die Bestimmungen des BFV vor. „Wir wollen auch in der 2. Klasse beginnen“, stellt Bruckschwaiger, für den die Zielsetzung vorerst sekundär ist, klar: „Ganz wichtig ist uns einfach, dass in Zukunft in Sigleß wieder Fußball gespielt wird.“

Wer dann ab kommender Saison die Protagonisten sind, steht aktuell noch nicht genau fest. Nur der Dirigent im Konzert des Neubeginns hat schon einen Namen: Dieter Komanovits wird Sigleß-Trainer.

440_0008_8352248_mat19matz_komanovits_3sp.jpg
Dieter Komanovits soll mit seiner Erfahrung den SV Sigleß in der 2. Klasse Mitte etablieren.
Foto: BVZ

Und der freut sich auf die neue Aufgabe, auch wenn die Zeit drängt: „Ich wurde Ende April kontaktiert und habe in der vergangenen Woche zugesagt. Es ist eine spannende Aufgabe“, so der Neo-Coach, auf den aktuell viel Arbeit wartet: „Wir sind am Zusammenstellen des Kaders, wobei es alles andere als einfach ist, weil es eigentlich schon spät ist. Es werden laufend Gespräche geführt.“

Einen Plan hat man jedenfalls: „Es haben sich einige Sigleßer bereit erklärt, zurückzukehren. Diese Spieler sollen das Gerüst des Kaders bilden, und um dieses soll die Mannschaft gebaut werden. Auch das Trainerteam soll in den kommenden Tagen fixiert werden, Komanovits wird hier Unterstützung bekommen.“

„Es ist ein wesentlicher Faktor für den Ort selbst“

Sobald der Kader steht, gibt es auch „eine dementsprechende Zielsetzung. Die kann man aber erst abgeben, wenn 80 oder 90 Prozent des Kaders fix ist und man weiß, wie die 2. Klasse Mitte in puncto Mannschaften und Modus aussieht“, meint Komanovits, der aber vor allem einen wesentlichen Punkt im Fokus des SVS sieht: „Für Sigleß selbst ist es einfach wichtig, wieder eine Kampfmannschaft zu stellen. Das ist ein wesentlicher Faktor im Dorfleben.“