ASK Marz schleicht sich nach vorne

Der ASK Marz klettert nach dem 3:1-Sieg über Z-S-P auf Rang drei und beißt sich im Spitzenfeld der Liga fest.

Maximilian Wiesler
Maximilian Wiesler Erstellt am 08. Oktober 2020 | 01:34
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Fußball Symbolbild
Foto: Wolfgang Wallner

Den dritten Sieg in Folge durften zuletzt starke Marzer feiern. Die Heimischen dominierten Durchgang eins, hatten klar mehr Ballbesitz und spielten mit den Zemendorfern da fast schon Katz und Maus. Z-S-P-Trainer Roman Waldherr: „Wir waren viel zu weit weg, sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und im Prinzip 45 Minuten nur hinterhergelaufen.“ Marz traf durch Nemanja Nikolic doppelt und hätte kurz vor Pausenpfiff alles klar machen können. Peter Kostolani im Gäste-Tor hatte was dagegen. Demnach blieb es spannend und Z-S-P kam durch Markus Haider, zum Anschluss. Die Freude währte aber nicht lange – 1:3. Grimmer machte spät den Deckel drauf. Für Marz geht es jetzt zu Schlusslicht Oberloisdorf. Von der Tabellensituation will man sich aber nicht täuschen lassen. Trainer Lorandt Schuller: „Die sind sicher stärker.“

NEUDÖRFL - SIGLESS 2:1

Wichtiger Sieg für den SCN in einem rassigen Derby gegen Sigleß. Zu Beginn fanden beide Teams gute Möglichkeiten vor, wobei die Hausherren eine leichte Feldüberlegenheit verzeichneten. In der 35. Minute gingen trotzdem die Gäste in Führung. Philip Marenich war zu schnell für die SCN-Abwehr und schob die Kugel an Keeper Nico Fleck vorbei. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Gäste das Geschehen im Griff und hatten nach Seitenwechsel Pech. Thomas Ruiss‘ Weitschuss ging nur an die Latte.

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Per Kopf. Neudörfl-Torjäger Lukas Grabenwöger (rechts) köpfte sein Team mit seinem sechsten Saisontreffer für den wichtigen 2:1-Heimsieg. Für Sigleß-Innenverteidiger Stefan Vondraus (rechts) und seine Kollegen gab es auswärts in Neudörfl nichts zu holen. Der SV Sigleß ist damit seit vier Spielen sieglos.
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Danach präsentierten sich die Hausherren aber wie verändert. Im Gegenzug drückte Ante Bezer den Ball nach einer Horvath-Vorlage zum 1:1 über die Linie. Sechs Minuten später sorgte Lukas Grabenwöger per Kopf für das entscheidenden 2:1. Wieder war Richard Horvath beteiligt. „Mit dem Ausgleich ist die Partie gekippt“, so Sigleß-Obmann Roman Hammerschmidt. Neudörfl-Trainer Thomas Wallner konnte sich über einen hart erkämpften Sieg freuen: „Wir haben in der zweiten Hälfte mehr Druck gemacht und verdient gewonnen.“

SCHATTENDORF - DRASSMARKT 3:3

Das alljährliche Kirtagsspiel stellte sich der SV Schattendorf natürlich anders vor. Einerseits aufgrund der coronabedingten Auflagen, andererseits konnte die Mannschaft von Trainer Alfred Wagentristl mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Das Spiel startete zwar für den SVS optimal, denn Patrick Derdak nutzte ein Walzer-Zuspiel nach Fehler von Gäste-Keeper Uj zum frühen 1:0.

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Hart umkämpft. Der SV Draßmarkt und Emanuel Joshua Straß (rechts) gaben gegen den SV Schattendorf und Zoltan Varga (links) alles und entführteneinen verdienten Punkt aus dem Grenzstadion.
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Danach war Schattendorf zwar besser, Christian Gschirtz brachte Draßmarkt aber in der 23. Minute mit einem wuchtigen Kopfball zurück in die Partie. Schattendorf übernahm nach Seitenwechsel wie anfangs der ersten Halbzeit das Kommando und Patrick Derdak sorgte mit seinem zweiten Treffer für die Führung. Im Gegenzug egalisierte das Draßmarkter Urgestein Jürgen Kornfeld in der 71. zum 2:2 und der eingewechselte Thomas Pfneiszl stellte in der 88. Minute gar auf 2:3. In letzter Sekunde glichen die Gastgeber aber noch in Person von Andreas Walzer aus, er schoss den späten Ausgleich.

„Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft. Wir sind zufrieden, bitter ist nur, dass der Kampf mit keinem Sieg belohnt wurde“, resümierte Draßmarkt-Coach Wolfgang Bleier. „Nach dem idealen Start und einem deutlichen Chancenplus hätte natürlich mehr rausschauen können. Bis auf die Chancenauswertung darf man der Mannschaft nicht viel vorwerfen. Es ist nicht unbedingt glücklich verlaufen, wir haben für den Gegner eigentlich nur drei oder vielleicht vier Möglichkeiten zugelassen“, so der Coach der Blau-Weißen.

PILGERSDORF - LACKENBACH 1:1

Mit Rückenwind aus dem vorwöchigen 3:2-Auswärtserfolg gegen Oberloisdorf gingen die Pilgersdorfer ins Spiel. Der sollte allerdings relativ schnell verwehen, denn der Verletzungsteufel schlug wieder zu und Trainer Stefan Pürrer war gezwungen zu handeln. Mit Matthias Beigblöck und Edin Muji mussten früh beide Innenverteidiger raus, wurde „das ganze Konzept über den Haufen geworfen“.

Lackenbach startete wiederum besser ins Spiel, hatte gute Möglichkeiten, die allerdings nicht verwertet werden konnten. Und dann kam es zum – Trainer Gerhard Karoly schmunzelte – „tragischen Verhängnis“. Sein Sohn Lukas, der für Pilgersdorf spielt, am Spieltag schulisch bedingt eigentlich gar nicht dabei sein sollte, kam eben für Muji rein, marschierte mit seiner ersten Aktion auf der Seite runter und servierte Endrit Muccoli den Ball – 1:0. Nach der Pause hätte Lukas Karoly selbst finalisieren können, scheiterte aber allein vor Tormann Paul Sodoma. Im Schlussspurt drückte dann Lackenbach an – mit Erfolg. Stefan Emmer belohnte sein Team mit dem Ausgleich. Gerhard Karoly: „Es war der positivste Auftritt der letzten Wochen.“