Luka Wraber: Das Ja-Wort und ein „Peckerl“

Nach Hochzeit und dem Premieren-Tattoo will Luka Wraber auch sein Studium abschließen. Sportlich wartet nach der WM die Entscheidung, in welcher Disziplin es für den ASKÖ BC Neudörfl- Athleten weitergeht.

Erstellt am 06. Dezember 2021 | 00:17
Lesezeit: 2 Min
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Mit seiner spielerischen Leistung war Luka Wraber vor der WM zufrieden. Die Ergebnisse hätten besser sein können, auch in Schottland, wo Wraber in der Runde der letzten 32 einem Inder in zwei Sätzen unterlag.
Foto: badmintonphoto.com

Die Form stimmt. Die Ergebnisse lassen noch auf sich warten. Bei den Scottish Open setzte es für Luka Wraber erneut eine Erstrunden-Niederlage, wie schon in Ungarn und Belgien. „Ich habe gut gespielt und bitter verloren. Ich kann mir leider nichts drum kaufen“, seufzt der ASKÖ Badminton Neudörfl-Spieler, der sich fast schon wieder auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Olympischen Spielen in Tokio sieht. Das gibt für den letzten Höhepunkt der Saison Zuversicht. Ab 9. Dezember steht im spanischen Huelva die Weltmeisterschaft an. Diese Woche wird sich der 30-Jährige in einem Trainingsblock auf die WM vorbereiten, starten wird der Wiener Neustädter nur im Einzel.

Einzel oder Mixed? Antwort noch heuer

Im Mixed konnte Wraber nicht die nötigen Qualipunkte sammeln. Wie auch? Bisher gab es eine einzige Turnierteilnahme. Das gesamte Projekt liegt derzeit auf Eis: „Die Partnerin, mit der ich eigentlich spielen wollte, hat sich bei einem Ligamatch das Knie leider ziemlich ruiniert“, bedauert Wraber, der den Fokus nach der WM wieder auf eine Disziplin legen will. „Ansonsten ist das Ganze so Wischiwaschi.“ Abseits des Courts traf Wraber übrigens die Entscheidung fürs Leben, gab seiner Ana-Marija das Ja-Wort. In den Flitterwochen ging es zum Wandern nach Slowenien und nach Frankreich. Doch es wurde auch etwas schmerzhaft. Wraber ließ sich am Unterarm die Olympischen Ringe inklusive japanischem Bergpanorama tätowieren. „Mein erstes Tattoo und sehr wahrscheinlich mein letztes“, lacht der Sportpool Burgenland-Athlet. Das „Peckerl“ war quasi ein langersehnter Wunsch. „Ich habe mir geschworen, wenn ich mich einmal für die Olympischen Spiele qualifiziere, dann mache ich das. Meine Frau hat dann einen Tattoo-Künstler gefunden, der das so umsetzt, wie ich mir das vorstelle. Sie hat dann auch gleich eins bekommen.“

Mein erstes Tattoo und sehr wahrscheinlich mein letztes.“ Luka wraber über die Olympischen Ringe vor japanischem Bergpanorama, die nun als Tätowierung seinen Unterarm zieren.

Die nächste Weiche für die Zukunft wird Wraber demnächst stellen. An der Fachhochschule Burgenland absolviert der Olympiastarter das Fernstudium „Business Administration and Sports“, wird seine akademische Laufbahn aller Voraussicht nach 2022 mit dem Master-Titel abschließen. Seine zweite Verbindung ins Burgenland bleibt sein Verein, der ASKÖ BC Neudörfl: „Das wird sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.“