Luka Wraber: „In der Reha bisher kein Plateau erreicht“. Der ASKÖ Badminton Neudörfl-Spieler ist nach Schulter-OP fast wieder topfit. In den nächsten Wochen will der 30-Jährige die Olympia-Quali fixieren.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 18. Februar 2021 (02:23)
Luka Wraber (ASKÖ Badminton Neudörfl) erwartet sehnsüchtig die Rückkehr auf den Wettkampf-Court. Nach seiner Schulter-Operation ist er beinahe schon wieder bei 100 Prozent.
Sven Heise

BADMINTON Vor einem Jahr war ASKÖ Neudörfl-Spieler Luka Wraber auf einem richtig guten Weg zu Olympia 2020. Die Corona-Pandemie kam dazwischen. Am 3. August ließ sich Österreichs Nummer eins dann an der lädierten Schulter operieren. Jetzt ist Wraber beinahe wieder bei 100 Prozent und kehrt zur Fortsetzung der Olympia-Qualifikation auf den Court zurück. Die BVZ fragte nach.

BVZ: Seit fast einem Jahr haben Sie kein Turnier mehr gespielt. Folgt beim Super 300-Turnier Anfang März in Basel das Comeback?

Luka Wraber: Derzeit befinde ich mich auf dem zwölften Reserveplatz, was normalerweise nicht reicht, um noch ins Turnier promoted zu werden. Dennoch werde ich anreisen, da ich die kleine Chance nicht ungenützt lassen möchte, endlich wieder wettkämpfen zu dürfen.

Sie hätten aber auch schon im Jänner Turniere in Thailand und Dänemark spielen können?

Wraber: Durch Reisebeschränkungen einiger asiatischer Länder wäre ich bereits durch bloße Teilnahme bei diesen Turnieren über 20 Plätze auf der Weltrangliste geklettert und hätte mir bereits jetzt die Teilnahme bei der WM im kommenden November fixiert. Da die Turniere jedoch nicht zur Olympiaqualifikation zählen und die Heilung meiner Schulter oberste Priorität für mich hat, habe ich mich dagegen entschieden.

Wie ist die Rehaphase seit der Schulter-OP verlaufen?

Wraber: Es ist genial, dass ich bisher kein Plateau erreicht habe und es stetig besser wird. Ich kann die meisten Schläge ohne Einschränkungen spielen und mache auch im problematischen Überkopfbereich bei harten Schlägen laufend Fortschritte. Bis Anfang März möchte ich wieder mit 100 Prozent smashen können.

Wenn es in Basel nicht mit einer Teilnahme am Super 300-Turnier klappt, steigt Ende März ein World Tour Super 100-Turnier im französischen Orleans. Bis zum Ende der Olympia-Quali kommen für Sie dann noch die EM in Kiev von 27.4. bis 2.5. sowie Einsätze in Peru (Kategorie International Series), in Malaysia (750) sowie Singapur und Indien (beide 500) in Frage. Wo werden Sie antreten?

Wraber: Ob ich in Peru an den Start gehe, werde ich von der Auslosung bei der EM abhängig machen, da ich keinesfalls mit Jetlag in eine wichtige Partie starten möchte. Und da jetzt schon ab der Kategorie Super 300 die Qualifikation abgeschafft wurde, ist es unwahrscheinlich, dass ich in Asien reinkomme. Es sieht somit ganz danach aus, dass ich die Olympiaqualifikation in Orleans und Kiev besiegeln werde.