Platz drei macht „Lo“ Lust auf noch mehr. Lorenz Petutschnig pirscht sich mit Flo Schnetzer nationaler Spitze an: „Die Dichte in Österreich ist aktuell so groß, wie nie zuvor .“

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 15. Juli 2021 (01:54)
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Lorenz Petutschnig schupfte den Ball übers Netz und sich selbst auf das Podium.
zVg, zVg

In Graz kehrte der Bad Sauerbrunner Lorenz Petutschnig mit seinem Partner Florian Schnetzer zurück auf das Stockerl, und das bei einer Veranstaltung der höchsten heimischen Turnierserie. Nach einer Halbfinalniederlage gegen Kindl/Seiser gewannen Schnetzer/Petutschnig im kleinen Finale gegen Kunert/Grössid (21:12, 21:16). „Die Dichte in Österreich ist aktuell so groß, wie noch nie zuvor“, sieht „Lo“ viele Teams auf Augenhöhe. Eine Medaille hat also einen hohen Stellenwert, vor allem mit der Vorgeschichte. Im vergangenen November ließ sich Petutschnig erneut an der lädierten Schulter operieren. Die zahlreichen Absagen in der ersten Jahreshälfte kamen dem 28-Jährigen deshalb gar nicht ungelegen: „Somit konnten auch die anderen nicht spielen und Punkte sammeln.“

Eine der ersten Chancen auf nationaler Ebene bot das Pro120-Turnier im Kärntner Unterach vor knapp drei Wochen. Das Turnier organisierte Petutschnig zusammen mit Schnetzer. „Es war dann noch tausendmal cooler, als wir uns das vorgestellt haben“, grinst der Sauerbrunner beim Blick zurück.

Die Unsicherheit wegen der Pandemie war bei der Durchführung natürlich ein Handicap: „Beim Turnier selbst weniger. Die schwierige Phase war zwei, drei Monate vor dem Turnier. Da kamen Zweifel auf, ob alle Sponsoren dabei bleiben. Da haben wir schon Druck gespürt“, gibt Petutschnig zu, der im Areal direkt am Attersee großes Potenzial sieht: „Wasser und Beachvolleyball gehören einfach zusammen. Wir wollen das Turnier größer aufziehen und haben ambitionierte Pläne“, unterstreicht er. Das gilt auch für die weitere sportliche Karriere. Die Olympischen Spiele in Paris 2024 sind trotz der zahlreichen Verletzungen in den letzten Jahren weiterhin im Hinterkopf. Auch wenn es nicht einfach wird: „Ich habe durch die Verletzungen alle meine Punkte verloren. Es wird gar nicht so einfach, bei internationalen Turnieren reinzukommen. Wenn sie kommt, müssen wir sie nutzen“, will Petutschnig so viele Zähler wie möglich mitnehmen, um sich eine gute Ausgangslage für die Saison 2022 zu schaffen. Auf nationaler Ebene sind die Staatsmeisterschaften in Litzlberg von 20. bis 22. August ein emotionales Highlight. „Litzlberg ist neben unserer Heimat Unterach. Die Stimmung dort ist immer ein Wahnsinn. Nach dreimal Vize wäre der Staatsmeistertitel natürlich ein Highlight.“