ASV Draßburg: Souveräne Saison sieht genau so aus. Meister ASV Draßburg beherrschte von Beginn weg die gesamte Konkurrenz und holte sich am Ende den Titel.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 19. Juni 2019 (01:33)
Martin Ivansich
Gejubelt: Kapitän Elmir Hrustanbegovic (l.) und Patrick Handler hatten in der abgelaufenen Saison mehr als genug Gründe, um zu jubeln. Draßburg holte sich souverän den Meistertitel.

Der ASV Draßburg ging nach einer Trainerumfrage im Laufe der abgelaufenen Sommervorbereitung als klarer Favorit in dieses Meisterschaftsrennen. Und schon die Vorbereitungsspiele zeigten, dass der Mannschaft diese Favoritenrolle völlig zurecht zugesprochen wurde. Regionalligist Bruck wurde genauso geschlagen wie die Mannschaft der arbeitslosen Fußballer (die damals vom deutschen Promi-Trainer Peter Neururer gecoacht wurde). Auch die Amateure des SV Mattersburg wurden mit 1:0 besiegt.

„Wir gingen in die Meisterschaft und wussten wir sind spielerisch vermutlich die stärkste Truppe. Das Saisonziel war zwischen dem damaligen Trainer Josef Kühbauer, Vereinsboss Christian Illedits und mir intern glasklar ausgesprochen, wir wollten unbedingt den Burgenlandliga-Titel“, so der Sportliche Leiter des ASV, Thomas Mandl. Mit nur einer Niederlage und vielen, vielen Highlights wurde die Hinrunde beendet. Auch wenn nach vier Runden Trainer Kühbauer (trotz einer tollen Bilanz) sein Amt zur Verfügung stellte, siegten Holger Knartz und Kollegen munter weiter.

Mandl, der gemeinsam mit Philipp Brandstätter das Coaching bis Winter interimistisch übernahm, durfte mit 34 Punkten und sieben Punkten Vorsprung den Herbstmeistertitel feiern. Nach einer suboptimalen Hallensaison bog der ASV dann mit dem langjährigen SV Mattersburg-Trainer Franz Lederer in die Zielgerade. Wurde die Mannschaft im Herbst noch von Verletzungen verschont, musste Lederer dann im Frühjahr doch auf die eine oder andere Stütze verzichten. „Nach dem tollen Spiel gegen Markt Allhau, das wir 3:1 gewannen, hatten wir den Titel so gut wie in der Tasche. Die Folge war, dass dann der Fokus ein wenig verloren ging und wir mit Sicherheit den einen oder anderen Punkt fahrlässig liegengelassen haben“, erinnert sich Mandl.

Eine dieser Partien war sicher in Parndorf, wozu auch Trainer Franz Lederer enttäuscht meinte: „Da waren nicht mehr alle Spieler hundertprozentig fokussiert. Einige sahen das Projekt Aufstieg als schon erledigt.“

Dabei war zu diesem Zeitpunkt noch der letzte Schritt ausständig, um den Titel auch theoretisch abzusichern. Das taten die ASV-Kicker aber dann beim 2:1-Heimsieg gegen Leithaprodersdorf, wo alles auf Meisterfeier programmiert war. Mandl: „Letztlich agierten wir sehr souverän und dominierten von Beginn bis zum Ende. Mit unserem jungen Goalie Lukas Stifter, Holger Knartz und Lukas Kornholz hatten wir drei enorm konstante Spieler in unseren Reihen. Als Aufsteiger der Saison würde ich den erst 17-jährigen Paul Csmarich bezeichnen, der im Frühjahr bewiesen hat, dass enormes Potenzial in ihm steckt.“

Dass auch die Draßburger Reserve mit dem Vizemeistertitel wieder eine tolle Saison ablieferte, vergisst Mandl nicht: „Obwohl der Herbst sehr durchwachsen war, zeigte die junge Truppe im Frühjahr einen sehenswerten Fußball. Das entschlossene Offensivpressing und das zielstrebige Spiel nach vorne spricht für die gute Arbeit von Trainer Richard Vogler.“