Belinda Weinbauer trainiert mit den Besten. Nach Aachen-Premiere spricht Belinda Weinbauer über ihr Training bei Isabell Werth, ihre Pferde und die kleine Wettkampfpause.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 01. August 2018 (03:00)
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Im Trainingsstall. Die Sieggrabenerin Belinda Weinbauer ist Trainingsgast bei der Grand Dame des Dressurreitsports. Von der Deutschen Isabell Werth will sich Weinbauer wieder einige Tricks abschauen, um sich auchweiterhin kontinuierlich zu verbessern.
GEPA pictures/Philipp Brem

Platz 26 beim Grand Prix und die Ränge acht und 13. bei Rahmenbewerben – positiv überraschen konnte die Sieggrabenerin Belinda Weinbauer beim CHIO in Aachen nicht (die BVZ berichtete). Die Enttäuschung hält sich in Grenzen, immerhin nahm sie es mit der Crème de la Crème dieses Sports auf. Und Weinbauer erhält nun die Chance, von der Besten aller Zeiten zu lernen.

Die Burgenländerin darf eine Woche mit der Deutschen Isabell Werth trainieren: „Ich war schon einmal vor eineinhalb Jahren bei ihr“, erzählt Weinbauer: „Seitdem war ich lästig, damit ich wieder kommen darf“, lacht die Amazone, immerhin ist Werth mit 49 Jahren immer noch in der absoluten Weltspitze, holte vergangenes Wochenende in Aachen ihren zwölften Gesamtsieg und hat außerdem noch 30 Goldmedaillen von Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften zu Hause hängen. Von dieser Trainingswoche erwartet sich Weinbauer natürlich einiges, will sich einige Tricks abschauen und Erfahrungen mitnehmen.

Genauso, wie sie es in Aachen gemacht hat. Im Grand Prix unterlief auf Söhnlein Brillant ein Fehler beim Einser. „Der zählt doppelt“, ärgert sich Weinbauer: „Fehler können passieren. Ansonsten hat er seine Leistung gebracht.“ Neben dem Stallprimus will die 42-Jährige weitere Pferde an das Wettkampf-Niveau heranführen. Beim CHIO ritt Weinbauer in einem Rahmenbewerb deshalb auf Stute Ferrero Küsschen. „Sie ist leider unter ihren Möglichkeiten geblieben“, weiß Weinbauer, dass Küsschen die Atmosphäre im Aachen Hexenkessel nicht wirklich behagte: „Aber, das kann ich halt auch schwer trainieren. Da reagiert jedes Pferd anders.“ Neben Küsschen werden auch Fräulein Augusta – sie hat auf kleinerer Bühne bereits einen Grand Prix in den Beinen – und Hengst Dante Deluxe forciert. Wann Weinbauer wettkampfmäßig wieder im Dressur-Zirkel steht? „Jetzt machen wir einmal die Trainingswoche bei Isabell Werth und dann schauen wir, wo es uns hintreibt oder auch nicht.“