Gelb! Marz-Coach Sachs verwarnt. Bei Draßmarkt gegen Marz wurde erstmals in dieser Herbstsaison von der neuen Regel Gebrauch gemacht.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 21. August 2019 (01:19)
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Marz-Trainer Didi Sachs wurde vom Unparteiischen mit Gelb bestraft.

Seit der neuen Saison gilt die neue Regel, dass auch Trainer in ihrer Coachingzone mit der gelben oder auch roten Karte verwarnt werden können. Die Regel soll vor allem verhindern, dass die Referees zig-Male hinlaufen und jedes Mal mündlich verwarnen. In der neuen Saison wurde auf Burgenlands Fußballplätzen schon die eine oder andere Karte für die Trainer gezückt.

Im Bezirk Mattersburg betraf es Marz-Coach Didi Sachs, der im Auswärtsmatch gegen Draßmarkt (1:1) von Schiedsrichter Dursun Tosun die gelbe Karte gezeigt bekommen hat. Grund war Schiedsrichterkritik, weil Sachs eine Entscheidung des Unparteiischen lautstark und eher emotional denn sachlich kommentierte. Was war passiert? Marz-Spieler Artur Benes hatte nach rund einer Stunde Spielzeit eine blutende Wunde am Unterschenkel. Schiri Tosun unterbrach und bat den Spieler zum einen, die Wunde zu stillen und zum anderen, den blutigen Stutzen gegen einen sauberen zu ersetzen. „Wir Schiedsrichter sind dazu angehalten, dass wir bei Blut unbedingt Infektionsgefahr verhindern müssen. Diese Maßnahme war zu setzen, auch wenn es natürlich dem Spieler Zeit kostete, bis er den Stutzen gewechselt hatte und die Marzer in dieser Zeit in Unterzahl spielten“, so Tosun. Für Trainer Sachs war diese Maßnahme verständlicherweise Stress pur.

Seine Mannschaft lag mit 0:1 zurück und jetzt noch Unterzahl spielen war nicht ganz so prickelnd. Sein wiederholtes, lautstarkes „des is a Witz“, veranlasste den Schiedsrichter zur Premieren-Gelb-Verwarnung, was keinerlei Folgen für den Trainer hatte und hat. Sachs: „Alles nachvollziehbar, wie Herr Tosun handelte, aber die Regel ist zu hinterfragen. Wenn wir uns jetzt immer umziehen müssen, wenn Dress, Hose oder Stutzen blutig sind, wird es viel Unterzahlspiel geben.“ Nach dem Spiel gab es natürlich Handshake zwischen Trainer und Schiedsrichter und man tauschte in aller Sachlichkeit unter Sportsmännern die Meinung zu diesem Thema aus.