Mörz-Schwestern arbeiten derzeit auf Großereignisse hin. Mörz-Schwestern arbeiten derzeit auf Großereignisse hin. Wasserschaden in Turnhalle macht vor allem Alissa Probleme.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 17. Juli 2019 (01:02)
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Charlize Mörz fand bei der EYOF-Vorbereitung in den Niederlanden optimale Trainingsbedingungen vor.

Charlize Mörz, 13 Jahre aus Mattersburg, steht vor ihrem ersten echten Großereignis – dem European Youth Olympic Festival in Baku (nähere Informationen siehe rechts).

Vor zwei Jahren war Schwester Alissa beim EYOF, somit weiß Papa Michael auch, was auf seine zweitälteste Tochter in den nächsten Tagen zukommt. „Ich hätte vor zwei Jahren bei den Spielen in Györ nicht gedacht, dass das so groß ist“, erinnert sich der ehemalige Fußball-Profi. Mit seiner jüngsten Tochter Coleen will Mörz nach Möglichkeit auch bei der Eröffnung am Freitag dabei sein – 20.000 Zuseher werden in der Halle erwartet. Die Quali für den Treff mit allen jugendlichen Topsportlern Europas wurde auch im Vorfeld gewürdigt. Die ÖOC-Einkleidung spielte alle Stückerl. „Sogar eine Sonnenbrille haben sie bekommen“, erzählt Papa Mörz über die Accesoires seiner Tochter.

Turnhalle als größtes Problem

Doch neben dem Glanz des Großereignisses bleibt ein Problem bestehen. Das Burgenland hat keine adäquate Turnhalle. Das bekommt im Moment Alissa Mörz zu spüren. Eigentlich sollte Mörz für die WM-Quali trainieren. Die Mattersburger Turnhalle stand vor einigen Wochen unter Wasser, ist seitdem nicht benutzbar. Alissa trainiert deshalb in Hauptschul-Halle, und das eher spartanisch, zum Beispiel ohne Schnitzelgrube.

„Charlize war in der EYOF-Vorbereitung in Holland. Die Stadt war nicht gerade schön, aber die Halle hat alle Stückerl gespielt“, wünscht sich Mörz senior eine ähnliche Möglichkeit vor der Haustür: „Der Verein ist im Moment in der Blüte. Es gibt viele Kinder und sicher drei, vier, die in Zukunft so erfolgreich sein könnten, wie Alissa oder Charlize“, meint Mörz.