Neudörfler Tennis-Herren wieder auf dem Thron

Erstellt am 26. Juni 2022 | 05:36
Lesezeit: 4 Min
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Clemens Weinhandl lief für den ASKÖ TC Stoob im Kampf um Platz drei gegen Bad Sauerbrunn auf. Der Südburgenländer konnte bei der 4:5-Niederlage keinen Punkt beisteuern.
Foto: Didi Heger
Der Titelverteidiger verwandelte ein 2:4 nach den Einzeln noch in ein 5:4 und durfte sich erneut als Burgenlands Meister feiern lassen.
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Foto: BVZ

EISENSTADT - NEUDÖRFL 4:5. „Dramatik pur“! Neudörfls Mannschaftsführer Otto Höttinger trieben nicht nur die heißen Temperaturen die Schweißperlen auf die Stirn. Durch eine 4:2-Führung nach den Einzeln hatte es den Anschein, als würde der Vizemeister aus Eisenstadt den Traum vom Titel heuer wahr machen. In den drei Doppel-Partien musste nur noch ein Sieg her – doch der blieb aus, weil Neudörfl bei der Aufstellung richtig pokerte. „Wir wollten zuerst eine Siebener-Variante spielen“, erklärt Höttinger. Dabei spielt die Nummer eins mit der Nummer sechs und so weiter.

Die Doppel-Paarungen können den Spielen eins bis drei dann zugeordnet werden, ansonsten müssen die Doppel der Ziffernsumme nach aufsteigend gesetzt werden und genau das machte Neudörfl: „Weil wir der Meinung waren, dass Eisenstadt die Siebener-Variante erwartet“, und dem Titelverteidiger half nur mehr eine Überraschung oder besser gesagt eine Sensation. Zwei deutlichen Siegen für Neudörfl folgte ein enges, entscheidendes drittes Spiel, in dem sich die Gäste schließlich erst im Match-Tie-Break durchsetzten. „Neudörfl hat zum Schluss lockerer gespielt, weil sie wohl selbst nicht mehr mit dem Sieg gerechnet hatten“, resümierte Roman Pultz, stellvertretender Mannschaftsführer der Eisenstädter.

Vor allem Routinier Wolfgang Schranz spielte rotzfrech auf, servierte im Match-Tie-Break zwei Asse mit dem zweiten Aufschlag. „Dass wir die Meisterschaft noch aus der Hand gegeben haben, hat uns hart getroffen.“ Pultz und seine Kolllegen hoffen jetzt darauf, die Play-offs um den Aufstieg in die 2. Bundesliga bestreiten zu können, falls Neudörfl seinen Platz nicht in Anspruch nimmt. Der Meister wird darüber bei einer Vorstandssitzung am Wochenende beraten. Erst einmal regiert aber die Freude über die erfolgreiche Titelverteidigung: „Auch wenn der Titel letztes Jahr unser Erster war. Dieser hat eine noch größere Bedeutung, weil wir bis zum letzten Ballwechsel kämpfen mussten.“

STOOB - BAD SAUERBRUNN 4:5. Die Saison endete für Stoob mit einer knappen Heimniederlage gegen Bad Sauerbrunn. „Wir waren sehr knapp an einem Sieg dran“, war Mannschaftsführer Christian Danzinger mit dem Spiel seines Teams zufrieden, jedoch mit sich selbst nicht ganz. „Ich habe in meinem Einzel zu viele Chancen liegen gelassen.“ Das 5:7, 5:7 gegen Georg Nowak bedeutete ein 3:3 anstatt einer 4:2-Führung nach den Einzeln, womit man zwei Doppel gewinnen hätte müssen. Das gelang nicht. Für Bad Sauerbrunn holten Andrej Stehlik/Sebastian Beutel sowie Georg Nowak/Constantin Neubauer letztlich die entscheidenden Punkte.

SANKT MARGARETHEN - PAMHAGEN 8:1. Sankt Margarethen behielt seine weiße Weste nach der Liga-Teilung und fixierte gegen Pamhagen den Sieg im unteren Play-off. „Dass wir um den Titel nicht mitspielen werden, war klar“ sagte Mannschaftsführer Jürgen Jelleschitz. „Wir haben das Beste rausgeholt und sind guter Fünfter geworden.“

Wie die St. Margarethener hatten auch die Gäste aus Pamhagen in der letzten Partie einige Ausfälle zu beklagen. „Damit hatten wir natürlich zu kämpfen, aber ein Sieg gegen St. Margarethen war ohnehin nicht realistisch“ sagte Mannschaftsführer Thomas Bieder. Als einziger Pamhagener hatte er sein Einzel gewonnen. Den Abstieg in die Landesliga B konnte das allerdings nicht mehr verhindern. „Wir wussten aber, dass das unser Schicksal sein wird“ so Bieder. „2023 werden wir in der Landesliga B voll angreifen.“