Der Umfaller gegen den Lieblingsgegner. Rocks laufen ihrer Form noch hinterher. Sorgenfalten gibt es aber keine, auch wenn die Pleite gegen Mistelbach schmerzt.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 02. Oktober 2019 (01:41)
Die Mattersburg Rocks erwischten gegen die Mistelbach Mustangs einen gebrauchten Tag. Tobias Winkler unterlag nicht nur in dieser Situation – die Burgenländer verloren mit 51:63.
Ivansich

Die letzte Heimniederlage im Grunddurchgang datierte vom 28. Oktober des Vorjahres – danach gab es noch zwei Heimschlappen im Halbfinale gegen Sankt Pölten – dass jetzt ausgerechnet Erzrivale Mistelbach die Mattersburger Festung stürmte, schmerzt natürlich, wenngleich es noch keinen Grund gibt, sich Sorgen zu machen: „Wir sind noch weit, weit weg von unserem besten Basketball und haben dennoch nur relativ knapp verloren“, konkretisiert BKM-Häuptling Corey Hallett, der gebetsmühlenartig auf Geduld pocht: „Wichtig ist, dass wir am Ende der Saison unser bestes Basketball spielen.“

Mistelbach stand nach den 40 Minuten trotz allem als verdienter Sieger am Court, in allen Vierteln – außer im dritten (14:14) – waren die Niederösterreicher das Eutzerl besser. Das Hauptproblem der Mattersburger waren die Würfe aus der Distanz, wie auch Hallett unterstreicht: „Ein Treffer von 19 Versuchen, so kannst du kein Spiel gewinnen – der Trainer und wir Spieler machen uns dennoch keine Sorgen. Mir tut es nur leid für die Fans, dass wir unser erstes Heimspiel nicht gewinnen konnten.“

Rocks-Qualität gegen Top-Transfer Cosic

Für die Rocks heißt es nun Mund abputzen weitermachen, denn nach dem Duell gegen den Erzrivalen, wartet nun das Nordburgenland-Derby gegen die Dragonz aus Eisenstadt. „Das ist etwas besonders Schönes“, grinst Hallett voller Vorfreude. Weniger schön ist die Handverletzung von Claudio Vancura. Dem spielenden Sportlichen Leiter sprang im Match gegen Mistelbach das Gelenk im Finger raus. Noch ist unklar, ob Vancura am Samstag (18 Uhr) am Court stehen wird können.

Auch falls der Guard nicht fit wird, ist Hallett überzeugt: „Wenn wir auf unserem Niveau spielen, haben wir genug Qualität, um Eisenstadt zu schlagen.“ Dafür müssen die Rocks im dritten Saisonspiel aber einen Schritt nach vorne machen. Die Dragonz sind bei weitem nicht mehr der Jausengegner aus der Vorsaison. „Sie haben extrem viel in die Bundesliga investiert, sie sind nicht zu unterschätzen“, weiß Hallett.

Zuletzt schnappten sich die Eisenstädter auch noch Petar Cosic (zuletzt Timberwolves). Der 34-jährige Kroate war bei den Wienern im Vorjahr eine treibende Kraft in der 1. Bundesliga, weiß seit 2018 darüber hinaus wie man in der 2. Liga Meister wird ...