Piraten versenkt und Kurs auf Platz eins. Die Rocks gaben sich in Klagenfurt keine Blöße und wollen jetzt — gegen Dornbirn — eine offene Rechnung begleichen.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 20. Februar 2019 (01:00)
Martin Ivansich
Jan Nicoli steuerte beim 79:59-Sieg gegen die Piraten starke 18 Punkte bei.

Mattersburgs Basketballer schweben weiter auf einer Erfolgswelle. Von den letzten elf Spielen gewannen die Rocks zehn. Nach dem triumphalen Heimsieg gegen Verfolger Villach (87:60) ging es am vergangenen Wochenende zu den Wörthersee Piraten nach Klagenfurt. „Es war das erwartet schwere Spiel, zumindest in der ersten Halbzeit“, meinte Rocks-Obmann Corey Hallet. Weil die Kärntner als Achter mitten im Kampf um das letzte Play-off-Ticket stehen, waren die Hausherren hoch motiviert. Zwar begannen die Rocks stark, führten rasch mit knapp zehn Punkten, konnten sich aber vor der Pause noch nicht entscheidend absetzen, weil die Gastgeber einen 8:0-Run hatten und bis auf drei Punkte herankamen. Wenige Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit sicherte ein Dreier von Claudio Vancura eine 40:34-Pausenführung für die Burgenländer.

Im dritten Viertel konnten die Hausherren sogar in Führung gehen, weckten damit aber die Mattersburger auf. Und diese übernahmen dann bis zur Schlusssirene das Kommando. Jan Nicoli und Co. sorgten dann frühzeitig für die Entscheidung. Am Ende stand ein klarer 79:59-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel, der die Mannschaft von James Williams weiter von der Tabellenspitze strahlen lässt. Und diesen Platz will man in den verbleibenden drei Spielen auch nicht mehr hergeben.

„Wir haben die besten Fans in der Liga, daheim ist die Stimmung grandios .“ Mattersburg-Obmann Corey Hallett über einen Vorteil bei Rocks-Heimspielen.

Die nächste Aufgabe heißt Dornbirn Lions. Ein Sieg könnte bereits Platz eins im Grunddurchgang fixieren. Corey Hallett: „Natürlich wollen wir an die zuletzt gezeigten Leistungen anschließen und daheim wieder einen Erfolg einfahren.“ Außerdem hat man mit den Lions noch eine Rechnung offen. Eine der drei Saisonniederlagen gab es auswärts in Vorarlberg.

Die Rocks haben also Platz eins im Grunddurchgang nicht nur im Visier, sondern in der eigenen Hand. Und dies würde im Fall der Fälle viele Vorteile mit sich bringen. Speziell das Heimrecht, das man bis zum möglichen Finale hätte, wäre ein enormer Bonus für die Rocks. Immerhin hat man in der Sporthalle in Mattersburg lediglich ein Spiel — der Ausrutscher gegen Salzburg — verloren. Die Duelle mit den großen Titelfavoriten aus Villach und Jennersdorf hat man daheim klar gewonnen. „Wir sind in den Heimspielen eine kleine Macht, fühlen uns da sehr wohl und deshalb ist es für uns auch enorm wichtig den Grunddurchgang auf dem ersten Platz zu beenden“, so Hallett, der einen weiteren Vorteil aber auch betonen will: „Wir haben die besten Fans in der Liga, daheim ist die Stimmung grandios und da spielt es sich dann noch ein Stück besser.“