Neudörfl ist zurück am Meisterthron

Erstellt am 26. September 2022 | 02:33
Lesezeit: 3 Min
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Meisterlich. Jan Mertl, Andreas Haider-Maurer, Marco Mirnegg, Mario Haider-Maurer, Markus Egger, Alexander Tisch, Mannschaftsführer Otto Höttinger, Helmut Köck vom ÖTV und Lukas Lacko (v.l.) bei der Siegerehrung in Sankt Johann.
Foto: BVZ
In der +35-Bundesliga war Neudörfl in dieser Saison das Maß der Dinge. Die Burgenländer fertigten auch St. Johann im Finale ab.
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Der Meister ist entthront. Es lebe der Meister. Neudörfl holte sich die Krone in der +35-Bundesliga zurück. In der Neuauflage des Vorjahresfinals ließen die Burgenländer Titelverteidiger St. Johann keine Chance (4:1). Die Erfolgsbilanz des UTC geht damit in einer beeindruckenden Art und Weise weiter. Zum zehnten Mal in Folge erreichten die Neudörfler das Bundesliga-Finale, zum siebenten Mal nehmen sie den Meisterpokal mit nach Hause.

Mannschaftsführer Otto Höttinger war natürlich mächtig stolz auf seine Cracks. „Im Nachhinein war es leichter, als erwartet. Es ist eine Freude für den Mannschaftsführer, wenn man mit dem stärksten Aufgebot zum Final Four reisen kann.“ So wurde der Titelgewinn bei ungemütlichen Verhältnissen – neun Grad und Nieselregen – fast schon zum Selbstläufer.

Im Halbfinale schoss Neudörfl Klosterneuburg mit 4:0 vom Platz. Im Finale verpasste der UTC das perfekte Finalwochenende ganz knapp. Lukas Lacko verlor das Match-Tie-Break im Einser-Einzel. „Da ist es aber schon 4:0 gestanden. Wir sind schon mit dem Meisterbier draußen gestanden“, war der kleine Makel nicht mehr als eine Randnotiz.

Die Kaderdichte als Erfolgsformel

Den Pokal nun wieder in Neudörfl zu haben sei nach der durchwachsenen Vorsaison eine große Genugtuung. „Rückblickend war es eine perfekte Saison“, strahlt Höttinger: „Wir hatten einen starken, breiten Kader, konnten Ausfälle im Grunddurchgang kompensieren. Bis hinten zu Tom Pichl oder Andi Gschiel, die ich auch bedenkenlos an Nummer fünf aufstellen könnte.“ Die Überlegenheit der Burgenländer erkannte die Konkurrenz in St. Johann neidlos an.

Doch nächstes Jahr wird es wieder eine Spur schwieriger, glaubt Höttinger: „Das ist jetzt natürlich wieder eine Motivation für die anderen, dass sie uns 2023 schlagen.“ Der Neudörfler Kader soll unverändert bleiben. Ganz nach dem Motto „never change a winning team“, zu diesem gehören aber nicht nur die Spieler, sondern auch die Helfer im Hintergrund. Höttinger streicht das Zeugwart-Paar Ruth Retter und Josef Töltl heraus. „Sie waren auch in St. Johann dabei, haben sich das selbst gezahlt und sorgen dafür, dass immer alles passt. Ruth hat zwischen Samstag und Sonntag zum Beispiel die Dressen gewaschen. Das alles ist nicht selbstverständlich.“