Ein gerechtes 1:1 zum Auftakt. Mattersburg und Sturm Graz trennten sich im ersten Pflichtspiel des Jahres 2019 mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 24. Februar 2019 (17:00)
APA
Mattersburg rang Sturm Graz einen Punkt ab

MATTERSBURG – STURM GRAZ 1:1. Um die theoretische Chance auf die Meistergruppe der Top-Sechs zu wahren, musste der SV Mattersburg gleich im ersten Bundesliga-Spiel 2019 gegen Sturm unbedingt liefern. Die ordentliche Portion Druck schien die Burgenländer aber nicht zu hemmen, der SVM war vor der Pause die bessere Mannschaft. Nicht nur, dass Grün-Weiß die Kontrolle über die Partie hatte, kamen die Gastgeber auch zu den besseren Chancen.

Im Mittelpunkt stand dabei Martin Pusic, der in Minute zwölf nach einer Flanke von Andi Gruber per Kopf bereits die Führung vor Augen hatte und eben diese dann in der 40. Minute erzielte. Eine abgewehrte Flanke übernahm Jano volley, Pusic gab dem Schuss die entscheidende Richtungsänderung und durfte mit seinen Kollegen über das 1:0 jubeln.

Es war ein verdientes Zwischenergebnis – die Grazer kamen zu einem gefährlichen Schuss von Arnel Jakupovic knapp über das Tor, glänzten aber weitgehend durch Passivität.

Stärkere Steirer nach der Pause, logischer Ausgleich

Irgendwie war klar, dass die Mannschaft von Roman Mählich stärker aus der Kabine kommen mussten, um nicht vorzeitig die Segel zu streichen. Das taten die Schwarz-Weißen auch. Ein Kopfball von Jakob Jantscher knapp am langen Eck vorbei verhieß nach 48 Minuten nichts Gutes aus Sicht der Heimischen – und in der 55. Minute schlug es zum 1:1 ein. Otari Kiteishvili enteilte bei einem Ball von Sandi Lovric Florian Hart und schummelte sich im Rücken von Thorsten Mahrer an der Nummer 31 des SVM vorbei, um den Ball ins Netz zu spitzeln.

Die Mattersburger Antwort: Ein gefährlicher Drehschuss von Marko Kvasina nach einem Eckball, der aber nicht im Netz landete. Trotzdem erwiesen sich die Gäste in der zweiten Halbzeit generell als stärkere Mannschaft mit durchaus guten Gelegenheiten, auch wenn Kvasina nach einem Corner noch einmal zu einer guten Gelegenheit kam, als er das Runde in die Hände von Sturm-Schlussmann Jörg Siebenhandl beförderte.

Den Matchball vergab dann auch passend zu den zweiten 45 Minuten Sturm Graz, als der eingewechselte Lema in Minute 93 einen Kopfball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen konnte, sondern neben die Stange setzte.

Statistik

MATTERSBURG – STURM GRAZ 1:1 (1:0).- Torfolge: 1:0 (40.) Pusic, 1:1 (55.) Kiteishvili.

SR: Schüttengruber.- Pappelstadion, 6.200.

Mattersburg: Kuster; Mahrer, Ortiz, Rath; Hart, Salomon, Jano (77. Erhardt), Renner; Pusic (77. Prosenik), Kvasina, Gruber (81. Halper).

Sturm Graz: Siebenhandl; Koch, Spendlhofer, Avlonitis, Maresic; Jantscher (69. Lema), Ljubic, Lovric, Kiteishvili, Schrammel (91. Mensah); Jakupovic (62. Eze).

Stimmen

Patrick Salomon: „Die erste Halbzeit dürfen wir uns merken, die zweite können wir vergessen.“

Andreas Gruber: „In der ersten Halbzeit war es ein richtig gutes Spiel von uns. Wir haben bis auf einen Schuss nichts zugelassen und waren vorne auch gefährlich. Nach der Pause haben wir ein wenig aufgehört Fußball zu spielen. Trotzdem war es letztlich ein verdientes Unentschieden. Sturm ist ja auch keine schlechte Mannschaft.“

Philipp Erhardt: „Vor der Pause waren wir die spielbestimmende Mannschaft. Danach hat Sturm mehr getan, wir haben aber mit viel Einsatz dagegen gehalten. Deshalb geht das 1:1 am Ende auch in Ordnung.“

Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt: „In der ersten Hälfte waren wir besser und präsenter, haben hier das Tor erzwungen. In der zweiten Halbzeit ist Sturm dann besser aus der Kabine gekommen. Das Gegentor hat uns etwas aus der Fassung gebracht. Aufgrund der Sturm-Chance ganz am Schluss muss man vielleicht sogar mit dem Remis zufrieden sein.“

Sturm-Trainer Roman Mählich: „Die erste Halbzeit war gegen einen sehr robusten und körperlich starken Gegner schwierig. Nach der Pause waren wir dann überlegen.“