Glücklicher Admira-Sieg gegen Mattersburg. Der SV Mattersburg ging gegen die Admira mit 1:0 in Führung, am Ende jubelten aber die Südstädter – 1:2.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 08. Dezember 2019 (17:40)

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Vor der Pause sahen die 1.600 Besucher im Pappelstadion eine Partie, in der beide Teams vor allem hinten nichts anbrennen lassen wollten. Da hatte Mattersburg zwar mehr vom Spiel, auch wenn die großen Chancen Mangelware blieben. Ein Volley-Fersler von Jano nach Freistoß von Andi Kuen war erwähnenswert, bei Admira  war ein geblockter Schuss von Sinan Bakis das Höchste der Gefühle. Die Südstädter kamen nicht zwingend vor das Tor der Heimischen.

Wesentlich mehr Torszenen in Hälfte zwei

War der erste Durchgang noch wenig erwärmend, so sahen die Besucher dann in der zweiten Halbzeit ein wesentlich kurzatmigeres Spiel. In dem vor allem Mattersburg nach vorne weit mehr Akzente als zuletzt setzen konnte. Nach einem Schuss von Kuen war es Martin Pusic, der mit einem Freistoß den blendend aufgelegten Admira-Schlussmann Andreas Leitner aus der Reserve lockte. Kurze Zeit später war aber auch der Goalie der Gäste machtlos, als ein Ball von Patrick Salomon Michi Lercher im Strafraum erreichte, der zur 1:0-Führung abzog.

Es war ein Weckruf für die Admira, die ihrerseits dann zumindest kurzfristig auf die Tube stieg und der nach einer guten Ausgleichschance (Lercher klärte) auch tatsächlich das 1:1 gelang. Eine Flanke von Leonardo Lukacevic fand den Weg zu Sinan Bakis, der souverän per Kopf verwertete (58.).

Jetzt war wieder der SVM dran, aber Leitner konnte einen Kopfball von Nedeljko Malic entschärfen. Kurze Zeit später wäre er bei einem Freistoß von Kuen machtlos gewesen, der Ball klatschte jedoch von der Kreuzlatte zurück. Auch Jano (nach einem Eckball) und Malic (nach einem Abpraller drüber) blieben erfolglos, ehe sich das Geschehen erneut entscheidend drehen sollte. 83. Minute: Nach einem Zweikampf zwischen Lukas Rath und Fabian Menig ging der Gäste-Spieler zu Boden, Referee Julian Weinberger entschied sofort auf Elfmeter – den Bakis souverän zum 1:2 verwertete.

Die Folge war eine im Finish noch einmal alles riskierende Mattersburger Mannschaft, die aber erneut in Leitner ihren Meister fand, kurz vor dem Abpfiff wäre noch Youngster David Nemeth beinahe der Ausgleich geglückt – es sollte aber nicht sein.

STATISTIK

MATTERSBURG - ADMIRA 1:2 (0:0).- Torfolge: 1:0 (53.) Lercher, 1:1 (58.) Bakis, 1:2 (84.) Bakis (Foulelfer).

Gelb: Lercher (22., Foul), Schimandl (68., Foul), Salomon (84., Kritik); Aiwu (23., Foul), Schösswendter (31., Foul), Bakis (61., Foul), Menig (78., Foul), Lukacevic (90., Unsportlichkeit).

SR: Weinberger.- Pappelstadion, 1.600.

Mattersburg: Kuster; Nemeth, Malic, Rath; Salomon, Erhardt (84. Kvasina), Jano, Lercher; Kuen; Pusic (80. Bürger), Halper (67. Schimandl).

Admira: Leitner; Lukacevic, Schösswendter, Aiwu, Menig; Lackner, Kerschbaum; Hjulmand (67. Starkl), Pusch (92. Bauer), Saracevic (75. Kadlec); Bakis.

STIMMEN

SVM-Trainer Franz Ponweiser: „Ein sehr bitterer Nachmittag für uns. Wir waren über 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft, der Gäste-Goalie hat aber einige Male sensationell reagiert. Leider haben wir nach der Führung den Schwung nicht mitgenommen und beim 1:1 geschlafen. Das ist typisch für uns, dass es dann gleich scheppert. Wir fahren aber jetzt nach Tirol und werden dort die Rote Laterne abgeben.“

Derselbe: „Mit einigen Schirientscheidungen war ich nicht zufrieden. Die Admira hätte das Spiel nicht zu elft beenden dürfen. Das Foul von Schösswendter an Halper in der ersten Halbzeit wäre entsprechend zu ahnden gewesen. Auch in der zweiten Halbzeit waren einige Dinge dabei, die nicht im grünen Bereich waren.“

Admira-Trainer Klaus Schmidt: „Das war ein sehr, sehr glücklicher Sieg. Speziell in der ersten Halbzeit haben wir keinen Faden gefunden und haben erst nach dem 0:1-Rückstand begonnen Fußball zu spielen. Trotzdem waren kaum Chancen dabei. Letztlich waren wir hocheffektiv und haben durch einen regulären Elfer den Siegestreffer erzielt. Am Ende hat sich die Mannschaft mit Haut und Haaren gewehrt. Wir haben auch dank eines starken Andreas Leitner gewonnen. Hut ab vor der kämpferischen Leistung der Mattersburger.“

Derselbe über Sinan Bakis: „Er ist gefährlich wie eine Klapperschlange. Sinan ist jederzeit für ein Tor gut. Er ist derzeit eine Lebensversicherung für uns.“