SV Mattersburg: Bitteres 1:2 in letzter Sekunde. Der SV Mattersburg unterlag Meister Red Bull Salzburg am Sonntagnachmittag mit 1:2. Die Burgenländer waren nach den vergangenen enttäuschenden Runden ganz knapp dran an einem wichtigen Punkt, der für die kommenden Aufgaben entsprechenden Auftrieb gegeben hätte. So muss man sich damit trösten, dass die Leistung in Ordnung war.

Von Redaktion, APA und Bernhard Fenz. Update am 17. September 2017 (19:19)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

MATTERSBURG – SALZBURG 1:2. Nach der 0:5-Heimpleite gegen die Admira galt es für den SVM nicht nur sich zu rehabilitieren, sondern auch endlich wieder einmal Punkte zu sammeln. Aus den letzten fünf Spielen kam gerade einmal ein Zähler zustande.

Das galt es zu ändern – ausgerechnet gegen Meister Salzburg, gegen den man in den letzten Heimspielen seit dem Aufstieg 2015 übrigens immer wieder punkten konnte. Rein statistisch also kamen die Bullen so gesehen gar nicht ungelegen.

Und es war auch gleich was los in einer von Beginn weg unterhaltsamen Partie. Nach ambitioniertem Mattersburger Start waren es aber die Gäste, denen in Minute 12 die Führung gelang. Nach einem Corner blockierten sich Philipp Erhardt und Lukas Rath in der Luft gegenseitig, Munas Dabbur bedankte sich und knallte den Ball zum 0:1 unter die Latte.

Grubers erstes Bundesliga-Tor für den SVM zum Ausgleich

Nur sechs Minuten später folgte die Antwort der Burgenländer: Alois Höller setzte Andreas Gruber per Flanke ein, dessen Kopfball konnte Salzburg-Schlussmann Andreas Walke nur noch ins eigene kurze Eck abwehren – 1:1. Es war Grubers erstes Tor für den SV Mattersburg in der laufenden Meisterschaft.

In der Folge entwickelte sich eine unterhaltsame, weil jedenfalls kampfbetonte, Begegnung. Auf Seiten der Heimischen sorgte ein abgeblockter Gruber-Schuss für Gefahr, nach Wiederbeginn schloss Flo Sittsam einen Gegenstoß zu hastig ab, brachte Luki Rath einen verheißungsvollen Konter nicht zum mitlaufenden Gruber.

Salzburg wiederum kam einem weiteren Treffer durch einen Freistoß von Valon Berisha, einen Weitschuss knapp neben das Gehäuse vor der Pause sowie durch einen Samassekou-Schuss (den Markus Kuster parieren konnte) nahe.

Mit Fortdauer der zweiten Halbzeit wurden die Bullen aber schon sichtbar gefährlicher. Da durfte sich dann Kuster auszeichnen, als er einen Schuss von Dabbur mustergültig parierte und ins Torout abwehren konnte.

Dann allerdings verflachte das Match zunehmend – das Team von Gerald Baumgartner konnte da den Favoriten vom eigenen Tor weitgehend weghalten, folgerichtig spielte sich das Geschehen vorwiegend im Mittelfeld ab.

Weitschuss-Aufsitzer ins Eck zum Salzburger Glück

Und eigentlich hatte alles schon mit dem (gerechten) Remis gerechnet, als sich das Spiel in Minute 94 dann doch noch entscheidend drehen sollte: Amadou Haidara zog per Drehschuss ab – und traf genau ins Eck zum 2:1-Siegestreffer.

Weiter geht es für den SVM bereits am Mittwoch mit dem ÖFB-Cup-Duell in Parndorf. In der Bundesliga folgt dann am Samstag das Match bei Aufsteiger LASK.

STATISTIK

MATTERSBURG - SALZBURG 1:2 (1:1).- Torfolge: 0:1 (12.) Dabbur, 1:1 (18.) Gruber, 1:2 (94.) Haidara.

Gelb: Jano (21., Foul), Höller (24., Foul), Bürger (69., Foul); Caleta-Car (23., Foul), Gulbrandsen (25., Unsportlichkeit), Samassekou (43., Foul).

SR: Eisner.- Pappelstadion, 2.200.

Mattersburg: Kuster; Hart (45.+2 Renner), Malic, Mahrer, Rath; Höller, Jano, Sittsam, Erhardt; Gruber (81. Okugawa), Bürger (75. Prevljak).

Salzburg: Walke; Farkas (41. Lainer), Onguéné, Caleta-Car, Ulmer; Haidara, Samassekou (61. Leitgeb), Berisha, Gulbrandsen; Dabbur, Daka (71. Wolf).

STIMMEN

Alois Höller: „Wir hätten uns den Punkt verdient und werden uns da auch wieder rauskämpfen. Wenn man hinten drin steckt, dann bekommt man solche Gegentore.“

Andreas Gruber: „Das ist ganz bitter. Wir haben eigentlich 90 Minuten alles richtig gemacht und auch gekämpft bis zum Umfallen.“

Salzburg-Trainer Marco Rose: „Wenn man so spät gewinnt, ist man natürlich der Glücklichere. Wenn ich aber die Statistik sehe, war der Sieg nicht unverdient, weil wir in allen Statistiken besser waren. Mattersburg hat es uns aber sehr schwer gemacht, hat leidenschaftlich verteidigt. Deswegen sind wir alle froh über diesen Erfolg.“

Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner: „Gratulation an Salzburg zum Sieg. Es ist natürlich sehr bitter, wenn du so spät das 1:2 hinnehmen musst gegen einen Gegner, der für uns fast übermächtig ist. Es gibt heute keinen Vorwurf an die Mannschaft, so wie wir heute aufgetreten sind. Schade, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben. Das erste Tor war ein klares Handspiel von Dabbur, dazu gab es eine zweite Situation zwischen Sittsam und Farkas – wenn da ein Foul gepfiffen wird, dann wäre das auch Elfer gewesen. Jetzt wollen wir jedenfalls Ruhe bewahren und im ÖFB-Cup in Parndorf drüberkommen.“