Paralympics-Quali: Tokio ohne Marzer Christian Scheiber. Marzer Christian Scheiber ist in Tokio nicht dabei. Nächste Chance 2024.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 10. Juni 2021 (00:07)
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Der Marzer Christian Scheiber versuchte im slowenischen Lasko noch auf den Paralympics-Zug Richtung Tokio aufzuspringen – am letzten Drücker. Beim weltweiten Qualiturnier verlor der Heeressportler allerdings alle drei Spiele. Die Enttäuschung hielt sich im Anschluss aber in Grenzen. „Natürlich ist es schade, wenn man verliert, aber als ich das Starterfeld gesehen habe, war mir schon klar, dass es sehr schwierig wird sich zu qualifizieren“, fasst Scheiber zusammen.

Der BBSV-Athlet nimmt von der verpassten Qualifikation aber auch einige positive Aspekte mit. Immerhin war es nach einem Jahr wieder einmal eine Chance sich international zu messen, andererseits war Scheiber mit seinem Spiel durchaus zufrieden. „Mit meiner eigenen Leistung bin ich zufrieden. Alle drei Gegner waren gut. Zwei sind unter den Top-25 in unserer Klasse“, analysiert der amtierende Staatsmeister in seiner Klasse. International fehlt auf die Spitze aber eben noch einiges. Das soll sich in den nächsten drei Jahren ändern, denn Scheiber hat den Paralympics-Traum keineswegs abgeschrieben, nimmt bereits Paris 2024 ins Visier. Viel Zeit ist also gar nicht, bis die nächste Olympia-Qualimühle wieder beginnt: „Es sind in Wahrheit nur noch zweieinhalb Jahre. Ich möchte zumindest wieder die Chance haben, mich zu qualifizieren“, erörtert Scheiber, der trotz des verpassten Tokio-Tickets in den letzten Tagen viel Zuspruch erhielt. „Unser Nationaltrainer hat mir auch gesagt, dass ich dranbleiben soll. Die Richtung stimmt.“ Bevor die Paralympics wieder in Scheibers Fokus rücken, müssen erst einmal weitere (inter-)nationale Aufgaben gelöst werden.

„Ich möchte zumindest wieder die Chance haben, mich zu qualifizieren.“

Christian Scheiber über die nächsten Paralympics in Paris 2024

Das Turnierangebot bleibt aufgrund der Covid-Situation allerdings weiter überschaubar. „Am 10. Juli haben wir die Staatsmeisterschaften in Stockerau“, hat Scheiber zumindest einen Fixtermin in seinem Kalender eingetragen. International wird es für den Marzer hingegen erst in der zweiten Jahreshälfte interessant werden. „Da rechnen wir damit, dass es im Herbst wieder Turniere gibt.