FC Jois: Abstiegskandidat oder Geheimfavorit?. Die Meinungen über das Standing des FC Jois gehen für die kommende Saison weit auseinander.

Von Lukas Leier. Erstellt am 21. August 2020 (01:25)
Für Jois-Trainer Peter Herglotz bleibt der Klassenerhalt nach wie vor das oberste Ziel.
CSW

Die Corona-Krise zwang viele Mannschaften zu einem personellen Umbruch, einen der größten Umbrüche im Nordburgenland vollzog dabei der FC Jois. Knapp ein Dutzend Transfers gab es zu vermelden, jedoch dabei ein Überschuss an Abgängen. Daher wurde nach dem Ende der Übertrittszeit häufig Jois genannt, stellte man die Frage nach den diesjährigen Abstiegskandidaten.

Eine Woche vor Meisterschaftsstart ist die Situation eine andere. Mit Siegen über die höherklassigen Vereine Kittsee und Winden und weiteren guten Auftritten wie bei der 2:3-Niederlage gegen Wimpassing, verstummten viele der kritischen Stimmen und tatsächlich hört man – wenn auch ganz leise – erste Stimmen, die Jois einen Überraschungserfolg zutrauen. Angesprochen auf die mögliche neue Rolle in der Liga meinte Trainer Peter Herglotz verwundert: „Also das ist schon übertrieben, wir sind sicher kein Geheimfavorit. Ich bin froh, wenn wir die Klasse halten und das Ziel ist und bleibt eben auch der Klassenerhalt. Wir haben einen dünnen Kader. Wenn uns zwei, drei Spieler ausfallen, haben wir einen Qualitätsverlust.“ Auch die positiven Ergebnisse werden nicht überbewertet vom routinierten Coach: „Es hört sich zwar schön an, aber Vorbereitung und Meisterschaft sind einfach zwei Paar Schuhe. Man weiß nie wer wen spielen lässt, häufig fehlen auch wichtige Spieler.“

Zum Meisterschaftsstart muss der FC Jois am Sonntag gleich gegen Steinbrunn ran, dem „Titelaspirant Nummer eins“ von Peter Herglotz.