Goalie-Festspiele beim FC Jois. Ein Kuriosum brachte die dünne Kadersituation des FC Jois.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 04. September 2020 (02:22)
Symbolbild
NOEN, Wolfgang Wallner

Vier Punkte nach zwei Spielen. Nicht einmal die größten Optimisten rechneten wohl mit so einem erfolgreichen Saisonstart des FC Jois. Diese Leistung ist noch bemerkenswerter, wenn man sich die Kadersituation der Joiser ansieht, die unter anderem gegen Podersdorf kein Hindernis für einen Sieg darstellte. Wer glaubt, Peter Kostolansky sei der einzige Joiser Torwart mit Einsatzminuten, der irrte gewaltig. Insgesamt drei Torhüter standen in Podersdorf auf dem Platz, allerdings nur Kostolansky zwischen den Pfosten.

So half Torwart-Trainer Christian Neurauter auf dem Feld aus und durfte Erfahrungen als Offensivkraft in der Startelf sammeln, ehe er in der Halbzeitpause ausgewechselt wurde. Doch damit nicht genug, in der Schlussphase durfte auch der ehemalige Gattendorf-Keeper Branislav Bolech seine fußballerischen Qualitäten unter Beweis stellen und hielt in der Abwehr die Podersdorfer von seinem Torwart-Kollegen Kostolansky fern.

Aber nicht nur die Torhüter durften sich zur siegreichen Elf zählen, auch den ältesten Spieler der Runde stellte der FC Jois. Sadullah Sadiku kam mit sage und schreibe 47 Jahren zu seinem zweiten Einsatz im zweiten Spiel. Ein spätberufener, wie Trainer Peter Herglotz erzählt: „Er hat erst vor zehn Jahren begonnen zum Spielen, es ist unglaublich.“ Dass die fehlende Kaderbreite zur Gefahr werden kann, ist Trainerfuchs Herglotz bewusst, er rechnet sogar mit einer Verschlimmerung der Situation.