Apetlon holte Routinier für die Defensive. Der SC Apetlon holte Armin Muminovic vom SC Frauenkirchen als Verstärkung für die Abwehr.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 17. Juni 2021 (01:26)
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Armin Muminovic (l.) wechselt vom SC Frauenkirchen nach Apetlon.
BVZ

Offensiv ist man bei den Blau-Gelben sehr gut aufgestellt: Lukas Kissak wirbelt oft die gegnerische Abwehr im Alleingang durcheinander, Andrej Nemec und Rastislav Gibala sorgen für Ordnung im Mittelfeld. Die Abwehr galt zuletzt als Sorgenkind – Trainer Ernst Horvath war oft zu Experimenten zwischen Fünfer-, Vierer- und Dreier-Kette gezwungen. Um die Defensive zu stabilisieren, wurde man nun fündig. Aus Frauenkirchen kommt Armin Muminovic, der dort meistens auf der rechten Seite verteidigte. Für den bald 28-Jährigen ist es der erste Transfer überhaupt. „Ich habe in Frauenkirchen mit sechs Jahren begonnen“, erinnert sich Muminovic zurück. „Jetzt wurde es Zeit für etwas Neues.“ Etwas aufgeregt war der Kicker schon, als er sich zuerst von seinen Kameraden in Frauenkirchen verabschiedete, um schnurstracks nach Apetlon zu düsen. „Mit der Mannschaft ist etwas drinnen, wir sollten schon im gesicherten, vorderen Drittel der Tabelle landen“, war der erste Kommentar des Neuzugangs.

„Meistertitel 2016 war etwas ganz Spezielles“

„Die heimischen Spieler kannte ich fast alle, die Slowaken haben ein sehr gutes Niveau.“ Er selber ist flexibel einsetzbar – Abwehr links oder rechts oder im defensiven Mittelfeld – Coach Horvath kann hier schon an der taktischen Grundordnung feilen. Mit seinen Kollegen – Muminovic jobbt bei einer Zollspedition in Nickelsdorf – hat er die Dienste schon abgesprochen, um jede Trainingseinheit wahrnehmen zu können. Mit seinem Ex-Klub verbinden ihn sehr viele Erfahrungen. „Ich habe vom Abstieg bis zum Aufstieg alles mitgemacht“, so der Routinier. „Der Meistertitel 2016 war das schon etwas ganz Spezielles.“ In der Meisterschaft wird er in der kommenden Saison auf seine ehemaligen Kollegen aber nicht treffen. Wenn, dann 2022/23 – denn in Frauenkirchen plant man den Wiederaufstieg.