Brisanz um den Aufstieg vor 12 Jahren. Vor zwölf Jahren fühlte sich Leithaprodersdorf um den Aufstieg betrogen, hatte aber alles selbst in Händen. Am letzten Spieltag durfte dann der UFC Tadten jubeln.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 21. Juni 2020 (02:34)
Steinbrunns damaliger Sektionsleiter Hans Peter Troindl kann sich an das Match noch bestens erinnern.
BVZ

Vor der letzten Runde der Saison 2007/08 waren die Aufstiegskarten klar verteilt. Leithaprodersdorf (54) führte mit zwei Punkten Vorsprung auf Tadten (52) und hatte auch das um sieben (!) Treffer bessere Torverhältnis. Die Leitharaner planten schon die Siegesfeiern, reisten – bewaffnet mit dutzenden Kisten Bier und mehreren Autobussen – nach Frauenkirchen, wo man beim Fixabsteiger im Spazierengehen die – falls überhaupt benötigten drei – Punkte einsacken wollte. Doch das Schlusslicht wehrte sich nach Leibeskräften, ging mit dem Pausenpfiff durch David Moser sogar in Führung. Leitha-Trainer Andreas Hermann tobte, war erst nach dem Ausgleich durch Richard Heinschink in Minute 72 halbwegs zufrieden. Halbwegs deswegen, da im Parallelspiel Tadten gegen Steinbrunn schon zur Halbzeit 4:0 in Führung lag. Eine knappe Viertelstunde also noch bis zum Aufstieg – so dachten die Blau-Weißen. Doch weit gefehlt – Tadten drehte auf, Steinbrunn ergab sich dem Schicksal.

Eigentor sorgte für glühende Telefone

Als Steinbrunns Spielertrainer Richard Slezak in Minute 78 das 6:0-Eigentor unterlaufen war, liefen bei den Leitha-Funktionären die Handys heiß. Gerhard Schopf – an diesem Tag schließlich sechsfacher Torschütze – erzielte in den Schlussminuten noch einen Doppelpack. Leitha hingegen versuchte es mit der Brechstange, der nötige Siegestreffer gelang nicht mehr, Tadten war sensationell Meister.

Beim Doch-nicht-Meister fühlte man sich betrogen, von Schiebung war schnell die Rede. Überhaupt, da es sich um einen Bezirksklub handelte, der da abgeschlachtet wurde.