Fair-Play geht klar vor. Offiziell wurde Apetlons Marco Haider ausgeschlossen. Der „Täter“ war aber Julian Thaler.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Oktober 2019 (01:30)
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Julian Thaler (Bild) ballte nach Apetlons Ausgleich die Faust. Unsportliches Verhalten? Schiri Jozo Katava notierte „Rot“ irrtümlich für Marco Haider.
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In der Schlussphase und Nachspielzeit der Partie zwischen Apetlon und dem SK Pama wurde es hektisch. Die Gäste führten verdient mit 1:0, hatten es zuvor verabsäumt den Sack zuzumachen. In Minute 93 war es dann soweit – Lukas Kissak reagierte schnell und staubte zum Ausgleich ab. Davor ortete man ein Pama-Handspiel, doch Schiedsrichter Jozo Katavas Pfiff erfolgte erst, nachdem der Ball im Netz lag.

Die Hausherren jubelten, Routinier Julian Thaler ballte die Faust in Richtung Gegner – eine Geste, welche in der Emotion schon vorkommen kann. Und eine, die auch etwas drastischer ausgelegt werden kann – hier scheiden sich die Geister.

Schiri Katava zeigte den Roten Karton, pfiff ab. Und jetzt kommt es: Im Online-Bericht trug Katava Marco Haider als Übeltäter ein, beim gegenseitigen Unterzeichnen des Spielberichts fiel dieser Fehler keinem der Vereinsvertreter auf – etwas verständlich, kurz nach diesem Spielverlauf.

„Fair-Play geht klar vor“, unterstrich Apetlons Obmann Josef Koppi, nachdem der „Fehler“ gefunden wurde. „Wir haben Katava benachrichtigt, er hat es eingesehen und leitet alles an den BFV weiter.“ Man kann davon ausgehen, dass nun Thaler eine Sperre aufgebrummt bekommt. Eine tolle Geste der Apetloner, denn Thaler ist sicher der sportlich wertvollere Kicker.