FC Mönchhof begeistert mit Siegesserie. Der FC Mönchhof klopft oben an – fünf Siege in Serie machen es möglich. Die Mischung aus Routiniers, Legionären und zahlreichen Eigengewächsen macht den Erfolg aus.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 22. Oktober 2020 (01:29)
Zu spät dran. Mönchhofs Ladislav Pecko (l.) gegen Gattendorf-Youngster Florian Thüringer. Heuer zählt er aber zu den Mannschaftsstützen.
Frania

„Wenn es läuft, dann läuft’s“ – mit diesem Sprichwort kann man die aktuelle Lage der Mönchhofer locker vergleichen. Dabei verlief der Saisonstart holprig. Nach drei Spieltagen hielt man bei einem mickrigen Pünktchen, in Apetlon war man in Runde eins sogar 1:5 untergegangen. Der berühmte Knopf ging dann gegen Wimpassing auf – 5:0 wurde das damalige Sensationsteam abgeschossen. Herausragend ist zurzeit vor allem das Offensiv-Dreieck aus der Slowakei.

Michal Sojka und Ladislav „Laci“ Pecko kennen den Verein und ihre Mitspieler schon seit mehreren Jahren. Galt es im Sommer, Peter Durica zu integrieren. Der launenhafte Angreifer, immer dafür gut, eine Partie im Alleingang zu entscheiden, war aber alles andere als fit. „Wir haben mit ihm so einiges besprochen“, meint Trainer Walter Karner. „Zudem ist er jetzt fit und fühlt sich wohl.“ Durica stellt sich – mehr als von ihm gewohnt – in den Dienst der Mannschaft, darf als Zehner die Bälle sichern und verteilen. Dahinter jedoch – und das ist vor allem Karners Verdienst – reifen jede Menge junge Einheimische zu Stammkräften heran. Dabei sind Burschen wie die Luisser-Brüder oder Trainersohn Florian Karner auch schon „alte Hasen“, aus dem Team nicht mehr wegzudenken.

„Man muss nicht zittern, wenn man tauscht“

Der Coach wagte zuletzt ein offensives Projekt: Aus einer Dreierabwehrkette mit einer Doppelsechs davor soll man rasch in die Spitze kommen. Besonders zu erwähnen ist, dass mehrere seiner Spieler auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden können. So konnte auch der Ausfall von Routinier Theo Koch (Corona-Verdachtsfall im familiären Umfeld) kompensiert werden. „Man muss nicht zittern, wenn man tauscht“, so der Coach. Im Saisonfinale hebt er jedoch warnend den Zeigefinger, die Bäume sollen nicht zu rasch in den Himmel wachsen. „Jetzt kommen nur mehr Gegner in unserer Kragenweite“, erklärt Karner. „Es liegt an jedem Einzelnen, die Partie ernst zu nehmen, respektvoll in die Partien zu gehen. Überheblichkeit will ich auf keinen Fall sehen.“