Kittsees Dauerbrenner geht in die 10. Saison. Der Oldie des SC Kittsee, Dr. Ladislav „Laci“ Krizan, soll noch eine Saison als Spieler anhängen. Wenn er neuerlich verlängert, wird er in die zehnte Meisterschaft gehen.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 02. Mai 2021 (03:23)
Der Slowake hat etwas an seiner Haarpracht verloren. Dennoch zählt er mit seinen 39 Jahren immer noch zum Stammpersonal und könnte bald in seine zehnte Saison beim SC Kittsee gehen.
Platti, Platti

Im Jänner wurden es neun Jahre, dass Laci Krizan für den SC Kittsee seine Packler schnürt. In der Zwischenzeit ist der Slowake 39 Jahre und beim Verein so etwas wie eine Institution. „Ich kann mir vorstellen, dass er noch eine zehnte Saison dranhängt“, meint Präsident Walter Rinalda, der im Sommer 2022 den Aufstieg in die Burgenlandliga anvisiert. „Er ist ein sehr verdienstvoller Spieler“, weiß auch Trainer Franz Ziniel.

Ladislav Krizan bei der ersten Unterschrift für Kittsee im Jänner 2012.
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„Er soll dem Klub auf jeden Fall erhalten bleiben.“ Stand-by-Kicker, im Trainerstab oder in einer anderen Form – eine starke Position will man für den Routinier auf jeden Fall finden. Dabei hatte Ziniel mit ihm im Sommer 2019 gar nicht mehr gerechnet. Nach einigen Verletzungen dachte man in Kittsee bereits, dass er seine Packler an den Nagel hängen wird. „Auf einmal stand er da und meinte, er sei wieder fit“, erinnert sich Ziniel.

In der Zwischenzeit plant der Coach bereits die Vorbereitung, die am 1. Juni beginnen soll. „Fünfmal habe ich das schon umgeschrieben“, erläutert „Zif“. Zum Beginn will er viel mit dem Ball machen, um Verletzungen vorzubeugen.

Rinalda: „Wir haben zwei Neue im Visier!“

„Alle Trainer stehen vor einer komplett neuen Situation. Ausdauerläufe stehen jedem Kicker schon zum Hirn raus.“ Distanz-Training mit Abstand wird jetzt in Kittsee nicht angeboten. Da wurde die Sinnhaftigkeit hinterfragt, die Sportler halten sich in Eigenregie fit. „Ich glaube nicht, dass zum Beispiel ein Legionär wie Juraj Fuska hunderte von Kilometern fährt, um dann in Österreich Fußballtennis zu spielen“, so Ziniel augenzwinkernd.

In absehbarer Zeit soll der Vorstand tagen, eventuelle Verstärkungen sind doch geplant. „Wir haben zwei Neue im Visier“, verrät Präsident Rinalda nicht viel, aber doch etwas. Die Aktie Ibrahim Kamasik (zurzeit in Andau) soll sehr heiß sein. Denn der Stürmer selber sieht seine Karriereplanung „weiter oben“. Ziniel hätte sicher nichts gegen einen Transfer. „Spieler, die auf den Zug aufspringen wollen, der in Richtung Burgenlandliga rollt, sind bei mir gerne gesehen.“ Sollte Rinalda seinem Coach einen leeren Wunschzettel aushändigen – Ziniel würde sofort einige Namen drauf notieren.