Rainprecht übernimmt in Gattendorf. Die Spatzen pfiffen es von den Dächern: Gattendorfs Martin Cestnik war mehr als angezählt. Ein Liga-Kenner übernimmt.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 27. September 2017 (02:41)
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Bernhard Rainprecht will mit Gattendorf den Durchblick bekommen.
BVZ

Die Talfahrt von drei Pleiten in Serie ließen Gattendorfs nunmehrigen Ex-Betreuer Martin Cestnik schon die persönliche Reißleine ziehen. Er wollte nur mehr solange aushelfen, bis der Klub einen neuen Trainer gefunden hatte.

Das war schon in der Vorwoche der Fall, Bernhard Rainprecht sagte zu und lernte die Mannschaft in zwei Übungseinheiten kennen. Nach seinem Wallern-Aus war der Fußballlehrer ohne Trainerjob, die Warteschleifen-Zeit überbrückte der akribische Arbeiter mit Besuchen (inklusive Videos) von vielen Partien.

Zwei ernsthaften Kandidaten sagte er noch ab, Gattendorf bekam den Zuschlag. „Ich habe die Zusage vom Vorstand, dass – falls nötig – ich im Winter den Kader verändern darf“, so Rainprecht. Er kennt die Liga in- und auswendig – und das seit vielen Jahren.

Rainprecht mit jeder Menge Liga-Erfahrung

Als Feuerwehrmann rettete er vor zwei Saisonen die Breitenbrunner, führte dann den ehemaligen Abstiegskandidaten sehr weit nach vorne (Herbstmeister 2015). Das, was ihm persönlich fehlt, ist ein 2. Liga-Aufsteiger-Titel. Davon braucht man in Gattendorf vorerst nicht einmal zu träumen.

Der Klassenerhalt hat oberste Priorität. „Ich habe erstmals zugesagt, bis zur Winterpause auszuhelfen. Zwei Siege sollten wir mindestens noch einfahren können, dann schauen wir weiter“, so Rainprecht nach seinem ersten Punkt, dem 3:3 gegen Illmitz.

Am Samstag wartet auf Gattendorf die Reise zum SK Pama. Der Mitaufsteiger (Pama als Meister, Gattendorf als Zweiter) präsentierte sich bislang ausgezeichnet. Das Legionärsquintett rund um Jan Spodniak, Andrej Hrdlicka, Peter Martinka, Radovan Nosko und Ivan Palo kann jedem Gegner das Wasser reichen. Zuletzt zeigten aber auch die SK-Eigenbauspieler auf. Andreas Teuschitz nutzte gegen Wallern seine Chance und erzielte beim 3:0-Sieg das zweite Tor.