Trainerrücktritt in Winden: Milletich springt ein. Manfred Riedmayer schaffte den Job-Trainer-Spagat nicht mehr und legte sein Amt zurück. Ein alter Bekannter übernimmt.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 20. September 2017 (02:49)
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Franz Milletich möchte mit den Winden-Kickern nicht im Regen stehen.
BVZ

In der Vorsaison lief alles wie am Schnürchen bei den Windenern. Mit maximalem Aufwand wurden überraschend so viele Punkte geholt, dass man als Fünfter abschloss. Dass sich eine solche Ausnahmesaison nur schwer wiederholen lässt, davor warnte Trainer Manfred Riedmayer schon im Sommer.

Franz Milletich soll es bis zum Winter richten

Um für das Coaching breiter aufgestellt zu werden, wurde Georg Haider ins Trainerteam geholt. Denn Riedmayer gelang es nur mehr unter sehr hohen Stresssituationen, Haupt- und Nebenjob miteinander zu verbinden.

„Ich muss beruflich einmal pro Woche in Frankfurt sein, dann auch oft in Zürich“, so der Coach, der nach der Leitha-Pleite (1:4) die Reißleine zog und sich zunächst einmal in einen erholsamen Privaturlaub verabschiedete. Der sportliche Sinkflug ließ die Mängel an Qualität in der alltäglichen Sportplatzarbeit nicht mehr übertünchen.

Die Winden-Funktionäre handelten schnell und präsentierten einen Feuerwehrmann, der den Klub in und auswendig kennt. Franz Milletich übernimmt Winden zum wiederholten Mal in einer brenzligen Situation.

„Seit 15 Jahren bin ich hier, zum elften Mal coache ich“, so Milletich zu seiner alten, neuen Aufgabe. Er soll im Herbst noch so viele Punkte wie möglich einfahren. „Die Mannschaft ist nämlich gut, die vielen Verletzten haben die Situation brenzlig werden lassen.“