USC Wallern: Legende tritt ab

Gerhard Wodicka und der USC Wallern – mehr als zwei Jahrzehnte dauerte diese Trainer-Zusammenarbeit und war von vielen Erfolgen gekrönt. Nun hört der akribische Tausendsassa auf – wird er sich komplett zurücklehnen?

Erstellt am 21. November 2021 | 01:11
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Gerhard Wodicka (hinten, l.) feierte mit Wallerns Nachwuchs, Reserve und Kampfmannschaft zahlreiche Erfolge, doch nun will er es etwas gemütlicher angehen und gönnt sich eine Pause.
Foto: zVg

„Wodi“ und Wallern – das passte ganz einfach zusammen. Der gebürtige Neusiedler (Bruder Thomas Wodicka ist im Fußball ebenfalls kein Unbekannter, coachte unter anderem das BNZ Burgenland, Gols, Mönchhof und auch Wallern) kickte einst für den NSC. Die Liebe zog ihn nach Tadten, der Fußball nach Wallern. Es gibt kaum einen USC-Kicker, der in den vergangenen 21 Jahren nicht unter Wodicka trainierte und spielte. Im Sommer 2000 übernahm er erstmals die Agenden als Kampfmannschaftstrainer. Unter seiner Regie schaffte der Klub den Sprung aus der 2. Klasse Nord bis in die Burgenlandliga.

Bis Dezember 2019 fungierte er als Cheftrainer (Ausnahme: 2005/06, damals Co-Betreuer), wo er in 221 Spielen von der Bank aus die Wallern-Cracks dirigierte. Ab dem Jahr 2010 widmete er sich dem Nachwuchs, die Burschen der U12, U14 und U16 wurden von ihm ausgebildet. 2013 juckte ihn wieder der Erwachsenenfußball, bis Ende Oktober war er sowohl Assistenz- als auch Reservetrainer. Und wenn einmal in der Ersten ein Trainer entlassen worden war, stand „Wodi“ sofort parat – immerhin 18 Mal wurden seine Dienste dort benötigt. „416 Partien als Trainer für Erste und Reserve, das ist eine sehr stolze Bilanz“, hat Obmann Stefan Michlits nachgerechnet.

Jetzt wurde das Engagement im beiderseitigen Einverständnis gelöst. Ob der Fußballexperte, der im kommenden Jahr seinen 60er feiert, ohne seinen Lieblingssport leben kann? „Er hat gemeint, vielleicht ergibt sich ja doch etwas“, kommentiert Michlits das Wodicka-Hintertürchen. „Wir bedanken uns auf jedem Fall bei ihm für die langjährige Treue. Das kommt heute nicht oft vor.“

In Wallern hingegen sucht man jetzt nach einem Ersatzmann. „Es kann eine interne oder externe Lösung werden“, lässt sich Michlits noch nicht in die Karten blicken.