Wallern-Coach erlebte 50er-Feier der anderen Art. Wallern-Coach Günther Wally feierte seinen 50. Geburtstag anders als geplant – nur mit der Familie.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 04. April 2020 (04:27)
Lukas Wally (l.) von der Akademie Burgenland und sein Bruder Michael trainieren im eigenen Parcours im Garten.
zVg

Seinen runden Geburtstag hatte Wallerns Trainer Günther Wally eigentlich ganz anders geplant. Diesen hätte er in Andau am Gemeindeamt gerne, gebührend und mit vielen Freunden und Weggefährten – vor allem aus dem Fußballsport – gefeiert. So blieb die Familie zum 50er zu Hause, Gattin Carina sowie die Söhne Lukas und Michael gratulierten und feierten in den eigenen vier Wänden.

„Wir wohnen am Ortsrand, da kann man locker spazieren gehen. Zudem haben wir einen großen Garten, wo die beiden Jungs Fußball üben“, erzählt Wally vom Ist-Stand. Vor allem Lukas, der von der AKA Burgenland mit Übungsmaterial bestens versorgt worden ist, übt fleißig.

„Sein Ehrgeiz ist bewundernswert“, so sein Vater. „Ich glaube, er trainiert jetzt mehr als sonst.“ Die Wallern-Kicker versorgt der Trainer im Zwei-Wochen-Rhythmus mit einem Heimprogramm, welches nach der Frühjahr-Trainingssteuerung ausgerichtet ist.

„Mannschaftstraining ersetzt das aber keines“, so Wally weiter. „Außerdem fehlen die Spiele.“ Dass die Saison zu Ende gespielt wird, kann er sich kaum vorstellen. „Annullieren und im Herbst neu beginnen – ohne Meister, Auf- und Absteiger.“ Jobmäßig sind dem akribischen Fußballtrainer Hände (und auch Füße) gebunden. Training gibt’s keines, als Physiotherapeut darf er weder in der orthopädischen Reha-Klinik in St. Andrä noch daheim arbeiten.