Gregor Graner: Immer ehrlich unterwegs. Deutsch Jahrndorfs Gregor „Grex“ Graner gehört mit seinen 28 Lenzen schon zu den ASV-Urgesteinen. Mit der BVZ spricht er über seine Karriere und die aktuelle Situation.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 03. April 2021 (00:52)
Seit Februar baut Gregor „Grex“ Graner mit seiner Freundin Raphaela Dinhof fleißig am gemeinsamen Haus, im Mai kommt das Baby.
zVg, zVg

Nicht wegzudenken ist er, der robuste Haudegen in der Jahrndorfer Abwehr. Dabei hat er in dieser Saison verletzungsbedingt noch kein einziges Spiel für seinen Klub absolviert. Nach einer Knöchelfraktur befindet sich Gregor Graner im Aufbautraining. „Radfahren, denn das Laufen will ich noch nicht riskieren.

Schon gar nicht am Asphalt“, erklärt er sein Sport-Programm. Zu körperlicher Ertüchtigung kommt er momentan sowieso zur Genüge. Seit Februar wird mit Freundin Raphaela (das Paar erwartet im Mai das erste Kind, eine Tochter) Haus gebaut, nächstes Jahr soll das Eigenheim fertig sein. Zu diesem Zeitpunkt will Graner wieder am Fußballplatz stehen. Er glaubt nicht daran, dass die aktuelle Meisterschaft gewertet wird. „Im August werden alle nochmals starten“, hofft er darauf, seine Karriere fortsetzen zu dürfen. Stolze 276 Einätze in der Kampfmannschaft kann er vorweisen. „Mein erstes Spiel war mit 15 in Hornstein, ein torloses Unentschieden“, erinnert sich „Grex“. Damals wurde er noch als Sechser aufgeboten, seit vielen Jahren rackert er als harter Innenverteidiger. „Die Position habe ich Trainer Oswald Pulferer zu verdanken. Den hat man damals überzeugt, dass wir mit Viererkette anstatt mit Libero spielen.“

Bereits seit 13 Jahren beim Verein

Von Schönfärberei hält er absolut nichts. „Einmal bin ich nach einer halben Stunde ausgetauscht worden, da war ich echt grottenschlecht“, erzählt Graner. „Ich stell‘ mich doch nicht hin und sage, dass das eine gute Leistung war.“ Auch zu seinen sechs Ausschlüssen (viermal Gelb-Rot, zweimal Rot) steht er gerade. „Für einen auf meiner Position geht das eh in Ordnung“, grinst er schelmisch. „Aber es war auch schon mal ein richtig aufgelegtes Revanchefoul dabei.“

13 Jahre ist Graner mittlerweile beim Klub, es sollen noch viele folgen. Immerhin bekleidet er schon das Amt des Sektionsleiter-Stellvertreters. „Den Trainerkurs werde ich auch irgendwann angehen“, so der Kicker. „Aber wenn ich fit bin, will ich schon noch ein paar Jahre spielen.“

Die Jahrndorfer sieht er tabellarisch auf den Plätzen zwei bis fünf. „Einen Aufstieg kann man sich hier nicht leisten.“ Aktuell ist man zwar Letzter, doch Graner weiß, dass im Team viel mehr steckt. „Wir hatten viel Pech und zahlreiche Verletzte“, blickt er zurück. Momentan hofft auch er auf eine baldige Corona-Impfung sowie eine Verbesserung der Situation. Mit seinen slowakischen Mitspielern hat er sich ausgetauscht: „Die erzählen von überfüllten Spitälern. Das haben wir glücklicherweise in Österreich nicht.“