Segler nach Weltcupfinale: „Wir sind zufrieden“. OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid zog nach dem Event in Frankreich eine durchaus positive Bilanz. Auch die heimischen Athleten waren gut dabei.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 12. Juni 2019 (02:27)
zVg/OeSV
Starke Leistung. Thomas Zajac und Barbara Matz beendeten ihren Einsatz auf dem sechsten Platz im Endklassement.

In vier Olympischen Bootsklassen ging die OeSV-Flotte beim Weltcup-Finale vor Marseille an den Start. Am Ende standen eine Silber- und eine Bronzemedaille sowie Medal-Races in allen Klassen zu Buche. OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid, für den in diesem Jahr die noch fehlenden Olympia-Tickets in den Klassen 49er und 470er die höchste Priorität haben, zieht nach dem Weltcup-Finale vor Marseille ein Resümee.

„In der Nacra 17 haben wir kleine Schritte vorwärts gemacht“

„Es freut mich sehr, dass wir in allen Klassen im Medal-Race (Bargehr/Mähr, Anm.) vertreten waren und natürlich umso mehr, dass wir zwei Medaillen gewinnen konnten. Auch wenn das Weltcup-Finale nicht in allen Klassen absolut topbesetzt war, muss man es trotzdem erst schaffen, unter die Top-Drei zu fahren“, freut sich der Sportdirektor über die Leistungen des OeSV-Teams. „Vor allem in den Klassen, in denen uns das Nationenticket für die Olympischen Spiele noch fehlt, haben wir bewiesen, dass wir die Hauptgegner gut im Griff haben“, fügte Schmid hinzu.

Thomas Zajac und Barbara Matz lösten bereits im vergangenen Jahr das österreichische Nacra 17-Ticket für Tokyo 2020. Das OeSV-Duo, das zurzeit intensiv an seiner Geschwindigkeit arbeitet, fuhr vor Marseille den sechsten Gesamtrang ein.

„In der Nacra 17 haben wir kleine Schritte vorwärts gemacht. Gerade in dieser Klasse ist der Speed entscheidend. Gefühlt haben wir den Geschwindigkeits-Gap zu den Top-Drei etwas verringern können“, weiß Sportdirektor Schmid genau, wo es anzusetzen gilt. Das zweite Nacra17-Duo, Laura Farese/Matthäus Zöchling, wurde zudem noch 20. Bei den 49erFX-Duos durchlebten die heimischen Athleten ein durchwachsenes Finale.

Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer wurden Siebente, Tanja Frank/Lorena Abicht beendeten das Event an neunter Stelle. „Die 49erFX-Damen sind als Team gesehen am aufsteigenden Ast“, hob Matthias Schmid vor allem die OeSV-Teamleistung in der Klasse hervor. „Tanja Frank und Lorena Abicht hatten eine sehr schwierige Woche und auch einige Blessuren davongetragen. Wir sind mit der FX-Gesamttruppe jedenfalls am richtigen Weg. Die drei Teams arbeiten und lernen gemeinsam“, so Schmid.