Tracking als ein Erfolgs-Baustein beim SC/ESV Parndorf

Sportkoordinator Simon Knöbl berichtet über das Tracking- System und wie es die Leistungen des Teams gesteigert hat.

Erstellt am 27. November 2021 | 01:59
Lesezeit: 2 Min
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Die Tüftler hinter dem Tracking-System: Parndorfs Co-Trainer Wolfgang Fischer, Cheftrainer Paul Hafner und Sportkoordinator Simon Knöbl (v.l.) beim Auswerten der Daten.
Foto: zVg

Im März schlugen die Parndorfer mit dem Tracking-System ein neues Kapitel auf. Kurz erklärt: Die Spieler bekamen Gürtel, die Daten beim Training oder bei Spielen sammelten. Diese wurden analysiert, ausgewertet und dazu benutzt, um die nächsten Trainingseinheiten zu gestalten. Was nach viel Zeitaufwand klingt, ist es auch. „Nach dem Training haben Wolfgang Fischer und ich dann noch ein bis zwei Stunden ausgewertet – und am Tag darauf die nächsten Einheiten danach ausgerichtet“, berichtet Sportkoordinator Simon Knöbl. Mittlerweile sind er, „Fischi“ und Cheftrainer Paul Hafner ein eingespieltes Team. „Und der Erfolg gibt uns Recht“, schmunzelt Knöbl.

Auffällig war bei den Parndorfern heuer, dass es so gut wie keine Verletzungen gab. „Und das trotz Coronapause“, verweist der Parndorfer Funktionär auf die durchaus schwierige Trainingszeit im Frühjahr. Dem Tracking-System wird hier ein großes Plus zugeschrieben. Denn: „Wir konnten individuell auf die Spieler eingehen und sahen, wenn einer zu viel oder zu wenig trainiert hat.“ Die Kicker bekamen so zum Teil ein maßgeschneidertes Training.

Diesen Service lernten die Spieler zu schätzen. Sie bekamen die Daten über eine App serviert. „Und wenn die Auswertung einmal länger gedauert hat, haben die Spieler schon danach gefragt. Ein gutes Zeichen“, so Knöbl.

Eine große Erkenntnis durchs Tracking: „Mit den Daten haben wir eine faktenbasierte Analyse dazubekommen.“ Mit freiem Auge könne man nämlich oft die Leistungen eines Spielers nicht beurteilen. „Die Daten lügen nicht. So können wir sehr gut einschätzen, was Spieler leisten.“

Parndorfer trainieren auch im Dezember

Wer denkt, dass die Parndorfer im Winterschlaf sind, der täuscht sich gewaltig. „Unser Ziel ist, einen 90 prozentigen Leistungerhalt im Dezember zu erzielen“, spricht Knöbl diverse Trainingseinheiten an, die vor dem Lockdown eigentlich geplant waren. „Wir werden schauen, was erlaubt und möglich ist.“ Sollten die Kicker nur zuhause trainieren dürfen, werden die Gürtel dort auch ihre Daten liefern können.

Schmunzelnder Abschluss: „Sofern die Spieler diese nicht dem Hund umbinden, werden wir also auch weiter brauchbare Daten bekommen.“