NSC-Damen auf Trainersuche

Gerald Förster beendete seine Tätigkeit aus beruflichen Gründen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 05:32
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NSC-Damen auf Trainersuche
Glückliche Zeiten. Gerald Förster und Nina Potz arbeiteten in Neusiedl eineinhalb Jahre lang zusammen. Nach Försters Abgang wird die Co-Trainerin ab der Rückrunde mit jemand anderem an der Seitenlinie stehen.
Foto: BVZ

Für die Frauenfußballmannschaft des SC Neusiedl brachte das Jahr 2021 nach einer enttäuschenden Meisterschafts-Hinrunde noch einen späten Rückschlag. Trainer Gerald Förster, der die NSC-Damen im Sommer 2020 übernommen hatte und seinen Spielerinnen seitdem so richtig ans Herz gewachsen war, trat aus beruflichen Gründen zurück.

„Ich habe ab 2022 einen Nebenberuf und kann deshalb nicht mehr zu 100 Prozent als Trainer tätig sein. Es ist für alle Beteiligten das Beste, wenn ich aufhöre, weil mir die nötige Zeit für den Job fehlen wird“, erklärte er seine Entscheidung, die er nach langem Überlegen getroffen hat. Der Abschied sei ein notwendiger Schritt gewesen, aber „es fällt mir unheimlich schwer, die Mannschaft zu verlassen.“


Nina Potz übernimmt interimistisch

Der Verein steht nun vor der Herausforderung, Förster bestmöglich zu ersetzen. „Einen Typen wie ihn noch einmal zu finden, wird schwer“, weiß Co-Trainerin Nina Potz, die mit dem nunmehrigen Ex-Coach ein eingespieltes Team bildete. Die Rückrunde der 2. Frauen Bundesliga startet im März, in zwei Wochen nimmt die Mannschaft den Trainingsbetrieb wieder auf. Spätestens bis dahin soll ein Nachfolger gefunden sein. Potz ist gespannt, mit wem sie künftig gemeinsam an der Seitenlinie stehen wird.

Der Kandidatenkreis ist zurzeit noch überschaubar, wie die 36-Jährige verrät, die schon seit der Gründung des Damen-Teams im Jahr 2009 an Bord ist: „Im Winter dreht sich das Trainerkarussell, da ist es generell nicht leicht, jemanden zu finden. Hinzu kommt, dass viele Trainer noch keine Erfahrungen im Frauenfußball gemacht haben und sich da eventuell nicht drüber trauen. Obwohl es vom Training her keine Unterschiede zwischen Frauen- und Männermannschaften gibt.“

Sollte die Suche nach dem Förster-Nachfolger länger dauern als geplant, würde Potz die Trainings vorübergehend leiten. Eine langfristige Lösung sei das aber noch nicht, sagt das NSC-Urgestein: „Ich habe zwar die UEFA-B-Lizenz, die man in unserer Spielklasse als Trainer benötigt, aber ich kann noch viel lernen und möchte mich noch weiterentwickeln, bevor ich mir den Cheftrainer-Posten zutraue.“