Eine Frage der Ehre. Pamhagens Obmann Reinhard Csida konnteeinige seiner ungarischen Legionäre zum Bleiben „überreden“.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 07. März 2021 (01:33)
Pamhagen-Trainer Johann Thüringer würde es begrüßen, wenn seine Youngsters trainieren dürften.
BVZ

Es lag auf der Hand: In Österreichs Nachbarland soll die Kugel bald wieder rollen, die Transferzeit in Ungarn dauerte um eine Woche länger als bei uns. Klar, dass der eine oder andere Legionär, der bereits bei einem hiesigen Amateurverein unterschrieben hatte, auf den Geschmack gekommen war, in seiner Heimat zu spielen. Denn, wann es in Österreich wieder Punkteprämien nach Siegen oder Aufwandsentschädigungen für Trainings geben wird, ist auch heute noch nicht geklärt.

Pamhagen beschäftigt als einziger Klub der 2. Liga Nord Legionäre aus Ungarn, was auf jeden Fall der Grenznähe geschuldet ist. „Ja, wir wurden wegen einer Freigabe gefragt“, stellt Obmann Reinhard Csida fest, ohne Namen zu nennen – Nachkarten ist nicht sein Ding. Denn mit strengen „Vier-Augen-Telefonaten“, erinnerte er seine „Spezialkandidaten“ an die Ehre eines Sportmannes.

„Vereinbarungen sind dazu da, um gehalten zu werden“, so Csida weiter. „Meine Ansprachen haben gefruchtet, alle bleiben.“ Wäre es fix, dass im Burgenland die Saison komplett abgebrochen wird, hätte man für einen Transfer etwas Verständnis. „In diesem Fall hätte man vereinbaren können, dass ein Legionär im Sommer wieder fix zurückkommt. Der hätte dann wenigstens Spielpraxis und stünde voll im Saft“, meint Trainer Hans Thüringer.

Indessen macht sich der Coach über die Wiederaufnahme des Jugendfußballs Gedanken. „Wo ist da die Altersgrenze?“ stellt er die legitime Frage. Im Gegensatz zum Burgenland, wo der „höchste“ Bewerb die U16-Meisterschaft ist, wird beispielsweise in Wien auch in der Altersklasse U18 gekickt. „Das wäre ideal für uns, wir haben sehr viele Spieler in der Ersten und in der Reserve, die dann trainieren dürften“, merkt Thüringer an.