NSC stellt sich neu auf. Der SC Neusiedl wird bald eine neue Vereinsspitze haben. Obmann und Kassier ziehen sich demnächst zurück.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 24. Juli 2019 (02:42)
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Claus Maurer (li.), Obmann des SC Neusiedl am See, und Ulrich Gerhardt, Kassier des Vereins.

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Claus Maurer, Obmann des SC Neusiedl am See.

Seit 2011 ist Claus Maurer als Obmann beim SC Neusiedl am See an der Vereinsspitze tätig. Gemeinsam mit Kassier Ulrich Gerhardt, Manager Lukas Stranz, Walter Eisler und Helmut Klikovits sowie zahlreichen weiteren Funktionären hat man es geschafft den Traditionsverein aus der Seestadt, der damals mit mehr als einem Bein im Konkurs stand, wieder auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen.

In wenigen Monaten wird die Ära Maurer/Ulrich zu Ende sein. Bei der kommenden Generalversammlung, die am 26. August abgehalten wird, werden sowohl der aktuelle Obmann als auch der Kassier nicht mehr zur Wahl stehen.

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Ulrich Gerhardt, Kassier des SC Neusiedl am See.

Fast zehn Jahre an der Vereinsspitze tätig zu sein, sei kräfteraubend. Man sei bereit einem neuen Team das Ruder zu überlassen. Auch für Manager Lukas Stranz wird sich nach der Generalversammlung einiges ändern.

„Es ist so, dass ich nicht mehr die Zeit aufwenden kann und will, die ich in den letzten Jahren gerne für den Club investiert habe“, so der 31-Jährige, der ein unglaubliches Pensum für den Fußballverein aus der nördlichsten Bezirkshauptstadt des Burgenlands abspulte.

Gesucht: Neue Spitze des SC Neusiedl/See

„Und das hat extrem an mir gezehrt“, so Stranz, der dem Klub in Zukunft erhalten bleiben wird, aber in einer wesentlich „kleineren Funktion“ als bislang. „Definitiv ausschließen kann ich, dass ich dem Vorstand nach der Generalversammlung angehören werde“, meint Stranz.

Die Manager-Funktion soll — so der Wunsch von Stranz — in der Zukunft auf mehrere Funktionäre aufgeteilt werden. „Das wäre die Optimallösung“ befindet Stranz. Auf der Suche nach Leuten, die in Zukunft an der Spitze des NSC stehen werden, will Stranz aber noch intensiv mithelfen.

„Das ist jetzt auch unsere Aufgabe, ein Team zu finden, das übernimmt und auch zahlreiche freiwillige Helfer werden benötigt“, fügt der Langzeit-Funktionär an. Davon wird der 100 Jahre alte Verein auch einige brauchen. „Ziel ist es ja auch, den Spielbetrieb, auch was die Nachwuchsmannschaften und das Damenteam betrifft, aufrechtzuerhalten“, betont Stranz.