Podersdorf am See

Erstellt am 12. September 2018, 10:17

von Christopher Schneeweiß

Parndorf: Problem in der Offensive. Die Parndorfer konnten in 80 Minuten kein Feuer entfachen, um den 0:2-Rückstand gegen Leobendorf wettzumachen. Hauptproblem war das Spiel nach vorne.

Fuchsteufelswild. Parndorfs Coach Kurt Jusits platzte in den kuriosen Anfangsminuten gegen Leobendorf der Kragen. Seine Mannschaft geriet in Blitztempo mit 0:2 in Rückstand. „Skandalös“, war er fassungslos.Schneeweiß  |  BVZ

Die Parndorfer stehen wohl auf die eiskalte Dusche. Bisher passierten mit einer Ausnahme (Spiel gegen Traiskirchen) die ersten Gegentreffer jeweils in den ersten 15 Minuten. So auch im aktuellen Match gegen Leobendorf. „Da waren wir lethargisch, unkonzentriert. Eigentlich skandalös“, war Coach Kurt Jusits fassungslos.

Dabei hat er seine Truppe auf die wichtigen ersten Minuten hingewiesen, „die Mannschaft war sehr gut eingestellt, über die Stärken des Gegners informiert.“ Und trotzdem ging alles gehörig schief, der 0:2-Rückstand nach zehn Minuten sagt alles aus. Und dass es die Parndorfer in den restlichen 80 Minuten nicht geschafft haben, ins Spiel zurückzukommen, ebenso.

In Anbetracht der wenigen Abschlüsse fragt er sich, ob die Offensive für die Ostliga überhaupt ausreicht? Jusits wollte dazu nichts sagen, gestand aber: „Es gibt ein Stürmerproblem. Aber wir müssen jetzt mit dem arbeiten, was wir haben. Die Devise heißt: Punktezuwachs. Und da müssen wir uns ins Zeug legen.“

Was positiv sei, ist der Wille der Mannschaft. „Den kann man ihr nicht absprechen. Die Spieler ziehen mit und geben alles.“ Dennoch: Der Blick auf die Tabelle ist bedrohlich, Parndorf liegt mit einem Punkt auf dem vorletzten Platz. Quasi Seite an Seite mit den Schwechatern, die heuer als klarer Abstiegskandidat gehandelt werden. Jusits: „Das tut weh, aber in Wahrheit muss uns bewusst sein, dass es heuer zwei bis drei Absteiger geben wird. Wir müssen uns gewaltig steigern.“ Und freilich schielt Jusits schon mit einem Auge auf die nächste Übertrittszeit. „Dann können wir reagieren. Bis dorthin heißt es, so viele Punkte wie nur möglich zu machen.“