Lena Grabowski geht in Rom auf Medaillenjagd

Erstellt am 11. August 2022 | 02:48
Lesezeit: 3 Min
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Geglückte Generalprobe. Bei den Staatsmeisterschaften in Wolfsberg gab es für Lena Grabowski einiges zu lachen.
Foto: Gepa
Die 19-jährige Parndorferin Lena Grabowski greift ab Donnerstag bei der Europameisterschaft in Rom an.
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Als die BVZ Lena Grabowski am Dienstag am Telefon erreicht, ist die 19-Jährige noch sehr gelassen. „Im Moment ist meine größte Sorge, dass ich mein Hotelzimmer bald bekomme“, sagt sie. Gerade ist sie mit dem österreichischen Team in Rom angekommen. Am Donnerstag, einen Tag vor dem Finale über ihre beste Distanz 200 Meter Rücken, sieht es im Inneren des Shooting-Stars wohl schon ein wenig anders aus.

Ihre entspannte Art dürfte Grabowski aber auch in diesem Wettkampf wieder die nötige Lockerheit geben. Zumal die Parndorferin trotz ihres jungen Alters mittlerweile schon auf reichlich Turniererfahrung zurückblicken kann.

Das bisherige Karriere-Highlight waren im vergangenen Jahr die Olympischen Spiele, die diesjährigen Europameisterschaften sind bereits ihr dritter großer kontinentale Wettkampf in der Allgemeinen Klasse. „Die Abläufe bei solchen Events bin ich mittlerweile gewohnt. Eine gewisse Nervosität sollte vor dem Wettkampf aber schon da sein – und das ist sie auch.“

Matura-Tribut: Erwartungen gedämpft

Auf ihre bisherigen EM-Antritte kann die Nordburgenländerin zufrieden zurückblicken. Bei ihren ersten Europameisterschaften in Budapest reichte es im vergangenen Jahr noch knapp nicht zu einer Medaille, im Herbst gelang dann mit dem dritten Platz bei der Kurzbahn-Europameisterschaft der große Wurf. Was die Erwartungshaltung betrifft, gibt sich Grabowski heuer aber zurückhaltend. „Ich mache mir keinen Druck und setze mir keine bestimmte Zeit oder Platzierung in den Kopf. Ich möchte nach dem Wettkampf einfach sagen können, dass ich alles gegeben habe.“

Dass die Marschroute nicht angriffslustiger ausgelegt ist, liegt daran, dass Grabowski bisher auf eine schwierige Saison zurückblickt. Im Frühjahr hat sie ihre volle Aufmerksamkeit den Maturaprüfungen gewidmet, die sie allesamt bestanden hat.

Danach konnte sie zweimal krankheitsbedingt für einige Tage nicht trainieren. „Was meine schulischen Leistungen angeht, bin ich mit dem Jahr sehr zufrieden. Im sportlichen Bereich nicht so, da musste ich durch den Schulstress doch viel zurückstecken.“

Die Generalprobe für das Großevent ist am Wochenende aber geglückt. Bei den Staatsmeisterschaften in Wolfsberg sicherte sich Grabowski über 200 Meter Rücken souverän den Sieg. In Rom wird sie auch über 50 und 100 Meter Rücken am Start sein. „Mein Highlight ist aber das 200 Meter Rücken-Finale am Freitag. Danach kann ich mich mehr darauf konzentrieren, meine Teamkollegen zu unterstützen.“