Zajac/Matz-Sieg bei Kieler Woche: „Erfolg, der pusht“. Zum zweiten Mal nach 2017 setzten sich Barbara Matz und Thomas Zajac beim Traditionsbewerb die Krone auf — dementsprechend motiviert geht die Reise nun weiter.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 03. Juli 2019 (02:55)
BVZ
Top-Speed. An Geschwindigkeit mangelte es für Thomas Zajac und Barbara Matz bei der Kieler Woche nicht. Das Nacra17-Gespann war diesmal richtig schnell unterwegs.

„Bei der Kieler Woche zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes“, brachte es Nacra17-Steuermann Thomas Zajac wenige Augenblicke nach dem Triumph am vergangenen Wochenende auf den Punkt.

Und fügte hinzu: „Wir haben alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Es war wahnsinnig spannend, wir haben uns nie zur Ruhe setzen können. Alles war knapp beisammen, wir haben immer versucht, mit unseren Hauptkonkurrenten mitzusegeln. Bei der letzten Luv-Tonne habe ich zum Rechnen begonnen und wollte keine zwei Boote zwischen uns und den Italienern lassen. Wir haben unsere Position gut verteidigt, Barbara hat einen tollen Job gemacht.“

„Optimistisch für die kommenden Aufgaben

Etwas Neues war es eigentlich nicht. Gemeinsam mit Vorschoterin Barbara Matz hat Zajac schon 2017 den Bewerb gewonnen. Dass die Erwartungshaltung und der Druck auf das Duo nun steigt, sieht Zajac nicht: „Druck machen wir uns sowieso selber. Schön ist aber die Erkenntnis, dass wir nicht nur vorne mitsegeln können, sondern auch gewinnen. Das macht uns wirklich optimistisch und pusht uns für die kommenden Aufgaben.“

Candidate Sailing/Dominik Matesa
Strahlende Sieger. Thomas Zajac (l.) und Barbara Matz jubelten in Kiel zum zweiten Mal über den Sieg.

Speziell wenn man bedenkt, dass das österreichische Gespann diesmal das Duo Bissaro/Maelle Frascari (Italien), das noch vor wenigen Wochen das Weltcup-Finale vor Marseille gewann, hinter sich ließ, lässt jetzt schon richtig zuversichtlich in das kommende Olympia-Jahr 2020 blicken.

Weiter geht es für die Hoffnungsträger bereits wieder mit dem vollen Fokus Olympische Spiele. Mehrere Wochen Japan stehen am Programm — wo im Olympia-Revier in Tokio auch zwei Events stattfinden. So richtig durchatmen, geht sich dann nur wenige Tage aus, denn nach dem Japan-Block ist bereits der Blickpunkt auf die Weltmeisterschaft in Neuseeland, die im Dezemberg über die Bühne geht, gerichtet.

Für das Frühjahr 2020 steht der Plan noch nicht fest, Zajac erklärt: „Weil wir da gut überlegen müssen, ob wir die Europa-Bewerbe mitnehmen oder nicht. Wir werden genau analysieren, ob es notwendig ist noch ein paar Wochen direkt im Olympiagebiet vor Tokio zu trainieren. In dem Fall würden wir auf den einen oder anderen Bewerb in Europa logischerweise verzichten und Material vor Ort in Japan testen.“