Neusiedler Erfolg im Burgenland-Derby. Mit dem Sieg gegen Oberpullendorf fixierte der UTTC Neusiedl Platz vier und einen Platz im oberen Play-off.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 19. Februar 2021 (01:24)
Nicht zu stoppen. Der UTTC Neusiedl, den Michael Seper kommende Saison Richtung Pottenbrunn verlässt, ist derzeit wieder in einem Hoch. Das obere Play-off wurde nun fixiert
zVg

Nach langem Zittern ist es fix: Der UTTC Neusiedl löst als Vierter des Grunddurchgangs ein Ticket für das obere Play-off und bleibt im Kampf um Aufstieg und Meistertitel. Allerdings: Wann und wie das Play-off stattfindet, ist noch offen.

Mit dem 6:2-Sieg im rot-goldenen Derby gegen Oberpullendorf machte Neusiedl den Sack zu. „Wir haben hart gekämpft und uns letztendlich durchgesetzt“, freut sich Vorstandsmitglied Gabriele Enz mit ihrem Spitzen-Trio. Gleich viermal mussten die Tischtennis-Asse in den fünften Satz, beide Teams hatten dabei zweimal das glücklichere Ende auf ihrer Seite. „Die Burschen haben starke Nerven bewiesen. Nicht nur im Kampf um Platz vier, sondern auch weil im Derby die Anspannung vor dem Match natürlich noch höher als sonst ist“, weiß Enz.

Austragungsmodus für Play-off ungeklärt

Die Siege der Oberpullendorfer – die selbst aus Angst vor dem untersten Play-off schwitzen mussten (letztlich nun aber im mittleren Play-off spielen) – erzielten Philipp Patzelt gegen Phillip Enz und Florian Schmidt gegen Michael Seper. Neusiedls Nummer eins, Krisztian Szabo, setzte sich in allen Matches durch. Aber auch nach dem Sieg ging das Zittern weiter, erst als die Resultate der Gegner eintrudelten, stand Neusiedl endgültig im Play-off. Auch vorher waren die Chancen, noch auf Platz sieben zurückzurutschen, rein rechnerisch da. Doch man wollte nicht zu früh jubeln.

Obwohl nun Gewissheit über den Tabellenplatz herrscht, heißt es für den UTTC nun: bitte warten. Wann und wie das Play-off ausgetragen wird, steht (Stand Dienstagabend) noch nicht fest. „Wir gehen davon aus, dass im selben Modus gespielt wird wie im Vorjahr“, schätzt Enz. Die Ergebnisse der besten sechs Vereine werden „mitgenommen“, gespielt wird dann quasi eine Rückrunde. Ein K.o.-System sei nicht möglich. Dazu würde es Flexibilität bei der Planung bedürfen, Corona lässt es leider nicht zu. Ein Termin steht ebenfalls noch nicht fest, bis zum Showdown werden aber wohl noch mehrere Wochen vergehen.

Trotz der Unklarheiten ist man in Neusiedl jetzt schon stolz über die erbrachte Leistung. Absehbar war das Endergebnis nämlich keineswegs. „Wir sind lange Zeit im Mittelfeld herumgeschwirrt, dass wir uns noch so weit nach vorne kämpfen – damit war nicht zu rechnen“, resümiert Enz voller Stolz auf „ihre Burschen“. Ein Grund für die Aufholjagd könnte auch die Auslosung gewesen sein: Die „Schlager“ gegen die Top-Mannschaften waren alle in den ersten Runden angesetzt.

Nun muss der UTTC Neusiedl wieder warten. Mit dem Ticket für das Play-off in der Tasche lässt sich die Wartezeit zumindest leichter ertragen.