16-Jähriger tritt an Stelle von Seper. Der UTTC Neusiedl hat einen Nachfolger für Michael Seper gefunden: Künftig übernimmt ein 16-jähriger Wr. Neustädter.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 27. Februar 2021 (02:12)
Neuzugang. Klaus Oswald, 16 Jahre, spielt künftig beim UTTC Neusiedl.
zVg

„Seit Sonntag ist es fix, aber die Details kommen erst“, freut sich UTTC Neusiedl-Vorstandsmitglied Gabriele Enz ihren neuen Spieler vorstellen zu dürfen. Der Neue ist der 16-jährige Klaus Oswald, er stößt aus Wr. Neustadt zu den Neusiedlern.

Die Frage, wie sie auf Oswald gestoßen sind, kann Enz nicht beantworten: „Er hat sich bei uns gemeldet. Nachdem wir verkündet haben, dass Michael Seper uns kommende Saison verlässt, trudelten gleich mehrere Anfragen von Nachwuchsspielern ein. In der 2. Bundesliga muss verpflichtend mindestens ein Nachwuchsspieler dabei sein – bei jedem einzelnen Match. „Man kann nicht einfach alibihalber einen Jungen im Kader anmelden. Er muss jede Runde spielen, sonst ist eine Strafe zu zahlen“, erklärt Enz das Reglement in der 2. Bundesliga. „Eine sehr gute Regelung! Sonst würden die Nachwuchstalente nie zum Zug kommen.“

Nachwuchs-Plätze sind heiß begehrt

Die meisten Vereine ziehen ihre Eigenbau-Spieler hoch, für Talente aus Vereinen ohne Mannschaft in der Bundesliga gibt es daher nur wenige Plätze. In Neusiedl/See setzte man bisher auf zwei heimische Nachwuchstalente, neben Seper ist auch Phillip Enz im Spitzen-Trio der Neusiedler gesetzt. Kommende Saison kommt nun also Verstärkung aus Niederösterreich. Von Trainern, Betreuern und Kennern höre man nur Lob für den zukünftigen UTTC-Spieler.

„Er trainiert hart, jeden Tag mehrere Stunden. Dennoch darf man sich im ersten Jahr nicht zu viel erwarten und unrealistische Ansprüche stellen“, erklärt Enz. Daher setze man auf eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem 16-jährigen Rechtshänder. Derzeit ist er bei Innsbruck im Einsatz. Weniger Klarheit als beim Kader herrscht beim Spielsystem für das Play-off. Eigentlich hätte letzte Woche eine Entscheidung fallen sollen, diese wurde nun aber auf Donnerstag verschoben. „Wir wissen noch nicht einmal, ob wir die Saison fertig spielen können“, übt sich Enz weiterhin in Geduld.