Segler in Japan mit Verletzungspech. Nach dem verletzungsbedingten Aus von Thomas Zajac erwischte es auch das Duo Tanja Frank und Lorena Abicht. Sie kenterten am Donnerstag und konnten nicht weitermachen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 04. September 2019 (02:25)
zVg/OeSV
Gekentert. Tanja Frank und Lorena Abicht kenterten am vierten Tag und mussten verletzungsbedingt die Heimreise antreten.

Für das 49er FX-Duo Tanja Frank und Lorena Abicht endete der Weltcup im Olympia-Revier von 2020 vor Enoshima (Japan) schmerzhaft. Nach anfänglichen Geschwindigkeitsproblemen kenterte das Boot am vierten Wettkampftag. Beide mussten verletzungsbedingt die Regatta abbrechen und werden den Weltcup auch nicht mehr beenden.

„Leider müssen wir verletzungsbedingt aufgeben“, zeigte sich Tanja Frank enttäuscht. Abicht kann kaum auftreten, Frank hat sich beim Unfall die Rippen geprellt und hat sich zudem auch noch den Nacken verrissen. „Ich kann meinen Kopf nur unter starken Schmerzen bewegen“, so die 49er FX-Steuerfrau. Das Duo packte derzeit die Sachen und kehrte wieder nach Österreich zurück.

„Wir gingen durch Höhen und Tiefen — wenn man auf die Ergebnisliste schaut, sieht es nach mehr Tiefen aus“, so das Seglerduo. Doch man habe viel Erfahrungen und Kenntnisse über das Olympiarevier von 2020 sammeln können. Den September werden Frank und Abicht nach eigenen Angaben im Fitness-Studio verbringen, bevor es im Oktober wieder raus aufs Wasser geht. „Zuerst nehmen wir uns aber noch einige Tage frei, erklärten die beiden auf Facebook.

OeSV-Sportdirektor Matthias Schmidt zieht ein gemischtes Resümee vom Einsatz in Enoshima. „Wir waren vom ersten Tag in Japan bis jetzt zum Schluss sehr fokussiert und sind als starke Einheit aufgetreten. Uns ist in allen Klassen ein weiterer Schritt nach vorne gelungen. Wir haben bei den Revierkenntnissen und der Materialauswahl sehr viel weitergebracht. Roman Hagara hat frischen Wind hineingebracht, er hat allen Teams helfen können. Mit dem Abschneiden der 470er bei der Weltmeisterschaft, der Verletzung von Thomas Zajac hat es auch Wermutstropfen gegeben“, fasst Matthias Schmid zusammen.

Beim Duo Frank/Abicht sieht der Sportdirektor zwar gute Tendenzen, aber noch Luft nach oben. „Tanja und Lorena wurde bei den fordernden Bedingungen alles abverlangt. Gerade bei Starkwindbedingungen haben sie noch viel Potenzial.“

Zuversichtlich ist der ehemalige YCBb-Segler was den Heilungsprozess von Thomas Zajac angeht: „Die Genesung verläuft ganz gut, wir sind positiv gestimmt, dass sie zum geplanten Trainingsblock Mitte September nach Japan kommen können“, so Schmid.