Nikitsch mit neuen Kräften ins Frühjahr. Im Gegensatz zu den vergangenen Transferperioden tat sich bei der Elf von Trainer Harald Szidanits relativ viel.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 22. Februar 2021 (02:23)
Abgang. Milan Toth verließ den SC Nikitsch nach vier Jahren Richtung Ungarn, wo aktuell schon trainiert und gespielt werden darf.
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Vereinsboss Hans Balogh zog nämlich drei Neuzugänge an Land. Vom SC Simmering wechseln die beiden Mittelfeldspieler Florian Seyser und Ivan Katic sowie Abwehrspieler Alexander Hörbert zum Tabellenschlusslicht. Notwendig machten die erhöhten Transferaktivitäten im Vergleich zu den Vorjahren, wo man immer wieder auf Kontinuität setzte, natürlich auch das aktuelle Ungleichgewicht mit dem Umgang in Sachen Sport zwischen Ungarn und Österreich in Zeiten des dritten Lockdowns.

Denn mit Milan Toth, Martin Kovacs und Richard Nemeth gibt es auch drei Abgänge in Richtung deren ungarischer Heimat zu verzeichnen. „Wir haben da wie viele in den unteren Klassen mit den selben Problemen zu kämpfen“, erklärt Coach Harald Szidanits. Nicht das einzige Problem, mit dem der Trainer in dieser „verrückten“ Saison fertig werden muss. Denn schon der Herbst verlief für sein Team alles andere als leicht. „Im Bezirk hat uns Corona wahrscheinlich am härtesten getroffen“, so Szidanits. Seine Elf startete mit vier Punkten aus zwei Spielen nämlich gut, ehe es zum ersten Mal in Quarantäne ging.

Für Punkte fehlten zu viele Einheiten

Nach einer zweiten unfreiwilligen Auszeit standen dann plötzlich Doppelrunden auf dem Programm. Ein Umstand, der auch Obmann Hans Balogh sauer aufstößt: „Wir konnten praktisch nicht trainieren, haben nur noch Spiele bestritten. Da fehlte dann die Kraft, um zu punkten.“ Ähnlich sieht es Szidanits: „Wir haben in den ersten 45 Minuten immer gut mitgehalten, nach der Pause gingen die Punkte dann verloren.“

Daher geht es für den SC Nikitsch erst einmal darum, wieder in einen geregelten Trainingsbetrieb zu gelangen und dann vor weiteren Unannehmlichkeiten verschont zu bleiben. Denn an der Qualität der Truppe, zumindest die Klasse zu halten, zweifelt man beim Tabellenletzten nicht. „Dass es nicht am Können liegt, haben viele Spielabschnitte bewiesen“, so Szidanits. „Mit den fehlenden Trainings fehlte es dann oftmals an Kraft und Konzentration, das führte zu Gegentoren und Niederlagen, die das Selbstvertrauen verschwinden ließen.“ Eine typische Abwärtsspirale eben, die es nach dem Lockdown rasch umzukehren gilt.