Fußballmatch: Polizei musste nach Spielende schlichten

Erstellt am 22. August 2018 | 10:16
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Beim Spiel Unterfrauenhaid gegen Pöttsching ging es nach Ende unschön zur Sache. Auch die Polizei musste einschreiten.
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Das Spitzenspiel der zweiten Runde war von Anfang an zweikampfbetont und hitzig. Einige Entscheidungen des Unparteiischen Stefan Molnar, die vor allem in der zweiten Halbzeit die Gäste aus Pöttsching benachteiligt haben sollen, wurden seitens der Pöttschinger Trainerbank, der Spieler und der Fans schon während des Spiels heftig kritisiert.

Fans und Spieler stürmten auf Platz

Nachdem Unterfrauenhaid kurz vor Schluss den Siegestreffer erzielte, wurde es mit dem Schlusspfiff chaotisch: Fans und Spieler stürmten auf den Platz, um den Schiedsrichter zur Rede zu stellen. Es kam zu Tumulten, wobei Schiedsrichter Molnar zu Boden gestoßen wurde. Auch nachdem dieser den Platz verließ, konnte das Chaos vorerst nicht beseitigt werden, erst die Polizei konnte die Situation in den Griff bekommen.

„Ich wurde nach dem Schlusspfiff von einem jungen Mann beschimpft und zu Boden gestoßen. Später stellte sich heraus, dass es Pöttschings gesperrter Kapitän war. Er kam aber später zu mir und entschuldigte sich aufrichtig, deshalb werde ich auf eine Anzeige verzichten. Für mich war die Aufregung nicht wirklich nachvollziehbar, weil alle Tore unstrittig waren“, fasste Schiedsrichter Molnar die Geschehnisse zusammen.

„Sich lieber auf das Spiel konzentrieren“

Unterfrauenhaid-Coach Wolfgang Weber zeigte sich schockiert über die Vorfälle. „Solche Szenen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Die Pöttsching-Spieler wurden leider von der Trainerbank und den Zuschauern aufgehetzt. Sie sollten sich lieber auf das Spiel konzentrieren, denn eigentlich sind sie eine Top-Mannschaft und für mich immer noch der Topfavorit auf den Meistertitel.“

Pöttschings Co-Trainer Philipp Eckhardt verteidigte einerseits die Kritik am Schiedsrichter, fand aber auch zu den chaotischen Szenen klare Worte: „Der Unparteiische pfiff in der zweiten Halbzeit alles gegen uns, das war skandalös. Trotzdem ist so ein Verhalten natürlich nicht akzeptabel, da bleibt uns nichts anderes übrig, als uns im Namen des Vereins zu entschuldigen. Wir wollen das Spiel nun schnellstmöglich vergessen und uns auf die Zukunft fokussieren“. Nun gilt es im nächsten Spiel gegen Lutzmannsburg wieder Fußball zu spielen.