Keine Wechsel von Kroatisch Gerersdorf zum SCU. Kroatisch Geresdorf-Spieler wollten zu Unterpullendorf wechseln, der Verein hatte etwas dagegen — zum Ärger des SCU.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 21. Februar 2021 (02:23)
Unterpullendorfs Coach Attila Kovacs muss auf die drei Spieler aus Kroatisch Geresdorf, die für den Kader beziehungsweise die Reserve vorgesehen waren, verzichten.
BVZ

Der SC Unterpullendorf hatte für die anstehende Rückrunde mit Christoph und Florian Alten beziehungsweise Christoph Fertsak bereits drei neue Kicker eingeplant, doch die Transfers kamen, zum Ärger von Unterpullendorf-Präsident Wolfgang Steirer, nicht zustande: „Die Spieler sagten mir, sie hätten die Zusage, dass sie jederzeit wechseln dürfen. Dass ihnen jetzt Steine in den Weg gelegt werden, finde ich nicht ok.“

Die drei betreffenden Spieler bestätigten das nicht alle. Nur Christoph Fertsak blies ins selbe Horn: „Ich habe mit Kroatisch Geresdorf-Obmann Alexius Biricz vereinbart, dass ich jederzeit den Verein wechseln kann. Ich bin 33 Jahre alt und habe das bisher immer so gemacht, leider war es jetzt das erste Mal, dass es mir auf den Kopf gefallen ist, dass ich nichts Schriftliches in den Händen halte. Es war mein Plan, dass ich in Unterpullendorf bei meinem Stammverein meine Karriere ausklingen lasse und gleichzeitig die beiden Tormänner Julian Aminger und Mathias Krottendorfer einmal oder zweimal die Woche trainiere. Dass ich jetzt trotz mehrmaliger Bitte und entsprechender Vereinbarung nicht wechseln darf, finde ich überhaupt nicht in Ordnung.“

Personaldecke ließ die Wechsel nicht zu

Die Rolle des Tormanntrainers wird Fertsak, der zuletzt meist als Feldspieler in der zweiten Mannschaft von Kroatisch Geresdorf im Einsatz war, dennoch übernehmen.

„Natürlich hofften wir, dass die drei unserer Reservemannschaft, die derzeit auf Platz acht liegt, in den verbleibenden Spielen helfen, einige Tabellenplätze gut zu machen. Ok, das müssen wir abhaken und die Spieler werden vermutlich erst im Sommer zu uns stoßen. Christoph Fertsak wird aber als Tormanntrainer bei unserem „Projekt Aufstieg“ mitarbeiten. Er hat sich schon ein Bild von unseren Tormännern gemacht und ich bin mir sicher, dass er sie weiterentwickeln wird“, so Unterpullendorf-Präsident Steirer. Die beiden Alten-Brüder Christoph und Florian, die vom SC Lutzmannsburg zum SC Kroatisch Geresdorf gestoßen sind, sind aufgrund des gescheiterten Transfers nicht ganz so verärgert wie Mannschaftskollege Fertsak.

„Die Spieler sagten mir, sie hätten die Zusage, dass sie jederzeit wechseln dürfen.“ Wolfgang Steier, Präsident des SC Unterpullendorf

„Es stimmt, dass wir ebenfalls jetzt in der Winterübertrittszeit zum SC Unterpullendorf gewechselt hätten, aber Geresdorf-Obmann Biricz hat sich auf uns verlassen. Die Situation in der Reserve ist personaltechnisch in Kroatisch Geresdorf sehr angespannt, deswegen wollten wir auch nach Unterpullendorf, weil es meistens eher ‚unlustig‘ war, wenn wir zuwenig Spieler hatten. Um die Weihnachtszeit haben wir den Obmann aber darauf angesprochen und er versprach, sich darum zu kümmern. Daraufhin haben mein Bruder und ich auch zugesagt, dass wir bis zum Sommer bleiben und darauf hat er sich eben jetzt verlassen. Das kann man ihm nicht übel nehmen. Schauen wir mal, wie es sich im Frühjahr entwickelt“, so Florian Alten im Gespräch mit der BVZ. Die Reserve des SC Geresdorf liegt mit null Punkten am Tabellenende, was die Vereinsverantwortlichen natürlich ändern wollen. Zum Transfer-Ärger von Christoph Fertsak wollte SC Kroatisch Geresdorf-Obmann Alexius Biricz keine Stellungnahme abgeben.