SC Unterfrauenhaid: Auf Obmann folgt Fusion. Mit Norbert Hoffmann wurde in Unterfrauenhaid ein Obmann-Nachfolger von Paul Milanovits gefunden. Nun soll der Spielbetrieb durch eine Fusion aufrechterhalten werden.

Von Dietmar Heger und Alfred Wagentristl. Erstellt am 28. Juni 2020 (02:23)
Heger

Das Bestehen des SC Unterfrauenhaid hing zuletzt am berühmten „seidenen Faden“ (die BVZ berichtete). Am vergangenen Donnerstag folgte dann die, mit Spannung erwartete, Generalversammlung. Fest stand, dass der geschäftsführende Obmann Paul Milanovits seine Funktionärskarriere nach gut 20 Jahren beenden würde und daher für die Weiterführung des Vereins ein Nachfolger gefunden werden musste. „Wenn sich keiner gefunden hätte, wäre die Schließung der nächste Schritt gewesen“, so Milanovits.

Hoffmann steht nun an der Vereinsspitze

Laut dem Langzeit-Funktionär hatte es auch lange danach ausgesehen. Erst knapp vor der Generalversammlung erklärte sich Norbert Hoffmann bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Der Oberpullendorfer war bislang Mitglied beim Klub und bei den Spielen regelmäßig mit dabei, weil Sohn Fabian bis zum vergangenen Winter als Torhüter und Sportlicher Leiter im Verein tätig war.

„So eine Fusion kann nicht in zwei Tagen auf die Beine gestellt werden.“ Norbert Hoffmann, neu gewählter geschäftsführender Obmann des SC Unterfrauenhaid

Mit Hoffmann, der die Vereinsgeschicke künftig gemeinsam mit Michael Arthofer und Manfred Grath als Obmänner-Trio führen wird, sind die Personalprobleme am Spielersektor allerdings noch nicht behoben. Eine angestrebte Spielgemeinschaft mit dem ASK Stoob (1. Klasse Mitte) ist kein Thema mehr. Milanovits: „Stoob hat ebenfalls relativ wenige aktive Fußballer. Eine Zusammenarbeit mit ihnen hätte unsere Probleme nicht behoben.“

Daher verständigte man sich bei der Generalversammlung auf eine Fusion mit dem FC Deutschkreutz. Eine Spielgemeinschaft schied aufgrund der geografischen Distanz aus. „Es wäre wichtig für uns, wenn diese zustandekommen würde“, schätzt Milanovits die Lage ein.

Der Gedanke dahinter ist bekannt: Aus vier Mannschaften (Kampfmannschaft Deutschkreutz, Reserve Deutschkreutz, Kampfmannschaft Unterfrauenhaid und Reserve Unterfrauenhaid) werden nur mehr drei von Nöten sein, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Vom Verband wird es grünes Licht geben

Der Fusion stand am Montag nach der Spielausschusssitzung seitens des Verbands nichts im Wege und sollte bei der Vorstandssitzung am Mittwoch (Anm.: nach Redaktionsschluss) nur noch „durchgewunken“ werden. „Als Spielgemeinschaft funktioniert es aufgrund der räumlichen Distanz der beiden Vereine nicht. Eine Fusion ist aber kein Problem“, so Gruppe Mitte-Obmann Gerhard Kornfeind.

Nun müssen zwischen dem SC Unterfrauenhaid und dem FC Deutschkreutz noch die Details der Zusammenarbeit geklärt werden. „So eine Fusion kann nicht in zwei Tagen auf die Beine gestellt werden. Da bedarf es noch einiger Gespräche“, sagt Neo-Obmann Hoffmann. „Wir kämpfen aber mit allen Mittel darum, dass unser Verein überlebt.“

Beim FC Deutschkreutz hält man sich noch eher bedeckt. „Wir werden die Gespräche aufnehmen. Sonst gibt es noch nichts zu sagen“, so Obmann Sport Manfred Scherz.