Weber trennte sich von Unterfrauenhaid. Unterfrauenhaids Coach Wolfgang Weber nahm am Freitag nach einer vierjährigen Amtszeit seinen Hut beim SCU.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 23. Mai 2020 (03:35)
Wolfgang Weber stellte nach vier Jahren als SCU-Trainer sein Amt zur Verfügung.
BVZ

Mit fertigen Trainingsplänen für die nächsten drei Wochen fieberte der Stoober Wolfgang Weber motiviert dem Trainingsstart am vergangenen Freitag entgegen. Dann ließ der 51-Jährige aber noch vor der Einheit die Bombe platzen und trat zurück.

Ganz seinem Naturell entsprechend ließ er sich über die genauen Gründe nicht ganz in die Karten blicken: „Wir haben und hatten es als kleine Gemeinde mit rund 700 Einwohnern nie sehr leicht, haben aber immer versucht, das Beste aus den Voraussetzungen zu machen. Zuletzt sind einige Dinge vermeidbarerweise nicht optimal gelaufen, die mich zu dieser Entscheidung bewogen hat. Details möchte ich nicht nennen. Es war eine tolle Zeit in Unterfrauenhaid und ich möchte mich auf diesem Weg auch sehr herzlich bei den Menschen bedanken, mit denen ich in den vergangenen Jahren eine echte Freundschaft aufbauen durfte. Die letzten Tage meiner Trainerarbeit beim SCU waren vielleicht nicht ganz so ‚prickelnd‘, aber in Summe überwiegen die positiven Erlebnisse. Deswegen ein großes Danke in Richtung Unterfrauenhaid.“

Obmann Paul Milanovits streut dem scheidenden Trainer in aller Glaubwürdigkeit auch noch Rosen: „Der Schritt von Wolfgang kam für uns sehr überraschend und stellt uns vor eine Herausforderung. Er erledigte in seiner Zeit, vor allem nach dem Abschied von Fabian Hoffmann als Sportlicher Leiter, deutlich mehr als nur die Trainer-Aufgaben. Ich möchte mich im Namen des Vereins aber auch persönlich bei ihm für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken.“

Am Freitag steht in Unterfrauenhaid auch eine Besprechung an, wo eine etwaige Spielgemeinschaft angedacht wird. Milanovits: „Dass ich meine Tätigkeit als Obmann bei der nächsten Generalversammlung zurücklegen werde, ist bekannt. Die Funktionäre, die künftig die Zügel in der Hand halten, werden sich Gedanken machen müssen, wer Trainer wird und auch, ob eine Spielgemeinschaft sinnvoll wäre – und mit wem.“