Ritzing

Erstellt am 13. Juni 2018, 10:03

von Michael Heger

Das Endspiel hielt, was es versprach. Ein wahres Spektakel und Spannung bis zum Ende gab es in Ritzing zu sehen. Nun planen beide Klubs für die neue Saison.

Gestoppt. Neudörfl um Noah Braunöder (Mitte) ging als Tabellenführer in das Endspiel um den Meistertitel der 2. Liga Mitte. Die Ritzing-Defensive um Julian Kleibensturz (l.) und Kapitän Thomas Reiszner hatte aber zumeist alles im Griff und am Ende hatten die Mittelburgenländer das bessere Ende für sich. Mit dem 4:2-Sieg zog Ritzing im letzten Moment an Neudörfl vorbei und sicherte sich den Aufstieg in die BVZ Burgenlandliga.  |  Bruno

Fußballherz was willst du mehr? Das „Endspiel“ um den Titel in der 2. Liga Mitte hatte es wahrlich in sich. Bei Kaiserwetter und vor zahlreichen Zusehern boten sich der SC Ritzing und der SC Neudörfl ein packendes Duell.

Zunächst sahen die Ritzinger durch zwei Traumtore in den ersten 20 Minuten als der sichere Sieger aus, doch nachdem David Witteveen kurz vor der Pause die Riesen-Chance auf die Entscheidung ausließ und Neudörfl mit je einem Treffer direkt vor und direkt nach der Pause antwortete, sah es wieder nach dem Aufstieg des SC Neudörfl aus.

Zur Erinnerung: Ein Unentschieden hätte der Mannschaft von Trainer Jürgen Burgemeister gereicht, sie reiste mit einem Punkt Vorsprung ins Mittelburgenland an. Als Ritzings Mario Lösch nur fünf Minuten später mit der Ampelkarte vom Feld musste, erhärtete sich dieser Verdacht. In Minute 75 verlor Neudörfl aber seinen Kapitän Martin Holzer durch einen Ausschluss und Ritzing nutzte diesen Umstand sofort zum 3:2. Diesem Treffer sollte nur noch das 4:2 kurz vor Schluss folgen.

In Neudörfl steht ein Umbruch bevor

Das Spiel hatte also alles ohne Ausnahme zu bieten, was ein spektakuläres Fußballspiel ausmacht. Bemerkenswert war im Anschluss nicht nur die spontane Meisterfeier der Ritzinger auf dem Rasen, sondern auch, dass die zahlreichen Gästefans ihre unterlegene Mannschaft lautstark für eine tolle Saison feierten.

So unterschiedlich wie die Gemütslage in den beiden Lagern nach dem Schlusspfiff ist auch die derzeitige Situation in den beiden Vereinen. In Ritzing ist man naturgemäß stolz und zufrieden. „Alle, die an diesem Titel beteiligt waren, haben es verdient, weiter dabei zu sein. Wir werden die Mannschaft lediglich punktuell verstärken“, erklärte Manager Mario Posch.

Bei „Verlierer“ Neudörfl sieht die Situation etwas anders aus. „Einige Spieler, die schon länger da sind, überlegen den Verein zu verlassen“, erklärte Trainer Jürgen Burgemeister am Tag nach dem Spiel. Natürlich haben die starken Leistungen seiner Spieler bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten geweckt.

Der merklich noch immer geknickte Trainer gab an, auch über seine persönliche Zukunft „noch einmal nachdenken“ zu wollen. Man darf gespannt sein, welche Rolle Neudörfl in der nächsten Saison spielen wird.