Der Unsicherheit folgte neue Struktur. Aufgrund der Corona-Krise wurden bei Lockenhaus-Rattersdorf die Teams reduziert und der Trainer gewechselt.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 19. Mai 2020 (01:52)

Die Köpfe rauchten zuletzt bei den Vorstandssitzungen der SpG Lockenhaus-Rattersdorf. Schließlich galt es in Zeiten, wo mehr Unsicherheit als Planbarkeit herrscht, die weitere Vorgehensweise nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs – wann immer das auch sein wird – festzulegen. Und das schließlich für drei Mannschaften.

Nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht, sprich zwei grundlegende Entscheidungen getroffen. Fix ist, dass in der nächsten Saison nur noch mit zwei Mannschaften gespielt wird. „Wir haben einen Antrag beim BFV gestellt, dass in Zeiten der Krise, also auch in der anstehenden Saison, die Reserven ausgesetzt werden können“, erklärt Vorstand Marketing Hans Rubendunst. „Der Vorstand des Verbands schaut sich unseren Vorschlag an. Aber egal wie die Entscheidung ausfällt, treten wir in der kommenden Saison nur noch mit zwei Mannschaften an.“ Bedeutet, dass bei Stattgabe des Antrags die SpG Lockenhaus-Rattersdorf mit jeweils einem Team in der 2. Liga Mitte und der 2. Klasse Mitte antritt. Sollte eine Reserve für die 2. Liga gestellt werden müssen, wird es kein Team in der 2. Klasse geben.

Unabhängig von dieser Entscheidung, wurden Veränderungen auf dem Trainer- und Spielersektor vorgenommen. Der bisherige 1b-Coach Jürgen Fruhmann steigt zum Cheftrainer auf und beerbt damit den Ungarn Peter Tóth, der die vergangenen eineinhalb Saisonen als Spielertrainer agierte. „Die Unsicherheit, wann Peter wieder über die Grenze darf, war ein entscheidender Faktor für unsere Entscheidung, die wir lange diskutierten und die auch nicht einstimmig ausfiel“, berichtet Rubendunst. „Wir waren mit Peters Arbeit nämlich sehr zufrieden.“ Daher wurde dem Legionär auch ein Angebot als Co-Trainer gemacht. „Wir wollen ungern auf Peters Know-how verzichten, würden uns freuen, wenn er in anderer Position bei uns bleibt“, führt der Funktionär aus. Der Ex-Profi hat über seine Zukunft allerdings noch nicht entschieden: „Ich würde gerne als Spielertrainer tätig bleiben. Ein Engagement als Spieler oder nur als Trainer ziehe ich aber ebenso in Betracht. Ich fühle mich noch jung, bin sehr motiviert und bereit, neue Ziele zu definieren und hart dafür zu arbeiten.“

Sechs Legionäre wurden abgegeben

Auch auf dem Spielersektor tat sich beim Tabellenelften (Anm.: zum Zeitpunkt des Abbruchs) der 2. Liga Mitte einiges. Winterneuzugang Adam Balla, Andras Horvath und Gyula Angyal von der 2. Liga-Mannschaft mussten den Verein ebenso verlassen wie Adam Görög, Tamas Nagy und Mark Vamos von der 1b. Alle weiteren Spieler sollen gehalten werden. Aufgrund der Reduktion auf zwei Teams steht man auf dem Transfermarkt trotz der sechs Abgänge auch nicht unter Druck. „Natürlich sehen wir uns um, aber wir verfügen über genügend Spieler für zwei Mannschaften“, so Rubendunst. Nachsatz: „Mit einem Spieler sind wir schon recht weit, wollen aber noch keinen Namen nennen.“