Eine Dekade, die viele Torgaranten brachte. Wer hat von der Saison 2010/11 bis zur Saison 2019/20 die meisten Tore in der Von Max Wiesler und David Schweighofer 2. Liga Mitte erzielt? Die BVZ präsentiert die Top-Ten – von Laszlo Gulyas bis Alex Martna.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 17. April 2021 (02:15)
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867 Spieler, 7.803 Tore. Das ist die Tor-Bilanz der 2. Liga Mitte der vergangenen zehn Jahre - von der Saison 2010/11 bis zur Saison 2019/20. 945 dieser Tore gehen auf zehn Spieler zurück. Nämlich auf die trefferreichsten Zehn. Diese werden von Platz eins bis zehn präsentiert. Die Übersicht bis Platz 30 gibt es zudem in der Info-Box.

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1. Laszlo Gulyas aktuell Steinbrunn, 122 Tore 184 Spiele Quote: 0,66

Die absolute Spitze bildet Laszlo Gulyas. Der bullige ungarische Stürmer erzielte in den zehn Jahren die meisten Tore aller Spieler in der 2. Liga Mitte: 122! Er ging bereits für den SV 7023 Z-S-P, den SC Wiesen, den SV Rohrbach, den SV Oberloisdorf und den ASKÖ Neutal auf Torejagd, seit diesem Winter ist er in der 1. Klasse Nord bei Steinbrunn gemeldet. Corona-bedingt kam der 38-Jähirge noch zu keinem Spiel.

In den Jahren entwickelte er sich nicht nur zu einem der bekanntesten Spieler der Liga, sondern auch zu einem der treffsichersten Stürmer im ganzen Burgenland. Von der Statistik wusste er aber nichts: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich Erster bin. Das ist die schönste Bestätigung, die man einem Stürmer geben kann. Es macht mich stolz, so viele gute Torschützen hinter mir gelassen zu haben.“ In anderen Worten: „Das ist ein Traum für mich.“ Bedanken möchte er sich bei all seinen Mitspielern: „Ohne sie hätte ich sicher nicht so viele Tore geschossen.“

2. Stanley Junior Gibson Lackenbach, 115 Tore 279 Spiele 0,41

115 Tore in fast 300 Spielen im letzen Jahrzehnt für Lackenbach bescherten Stanley Gibson den zweiten Platz.
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Im Sommer 2009 kam Stanley Gibson vom SC Süßenbrunn nach Lackenbach. Heute, zwölf Jahre später, stürmt er immer noch für die Truppe von Trainer Gerhard Karoly. Aus gutem Grund: Über die Jahre rangierte Gibson oftmals auf den vorderen Plätzen der Torschützenliste und trug so seinen Teil zur Offensivstärke bei. In den für die Recherche berücksichtigten Saisonen schoss Gibson in 279 Spielen 115 Tore und belegt damit Platz zwei. „Ich hatte Glück: Ich hatte nie mit Verletzungen zu kämpfen.“ Nachsatz: „Als Stürmer ist es natürlich immer schön, Tore zu schießen, ich arbeite aber ständig auch für die Mannschaft“, ist der 30-Jährige ein Teamplayer.

3. Juraj Dovicic Slowakei, 111 Tore 185 Spiele 0,6

Viele Jahre ging Juraj Dovicic für den SV Z-S-P 7023 in der 2. Liga Mitte auf Torejagd. Im Sommer 2016 wechselte der mittlerweile 36-jährige Slowake zum ASV Siegendorf in die 2. Liga Nord, mit dem er sogar den Aufstieg in die Burgenlandliga feiern konnte. Nach einem Jahr in der obersten Spielklasse des Landes schlug Dovicic für eine Saison in Forchtenstein auf. Der 2. Liga Mitte drückte der Legionär auf jeden Fall mit vielen Toren seinen Stempel auf, ehe er 2019 wieder zu seinem slowakischen Heimatverein Slavia Zelenec in die sechste Liga wechselte.

„Ich dachte, dass ich sogar mehr Tore geschossen habe“, lacht er. „Aber ich glaube, 111 Tore sind eine sehr gute Leistung. Ich bin wirklich zufrieden mit dem dritten Platz. Es war eine schöne Zeit hier“, gibt Dovivic Einblick. Auch wenn er in Österreich wohl nicht mehr aktiv sein wird, dem heimischen Fußball will er trotzdem in gewisser Weise erhalten erhalten bleiben: „In Österreich habe ich viele Freunde gefunden. Besonders in Siegendorf. Ich habe auf jeden Fall vor, mal als Zuschauer zurückzukommen.“

4. Jürgen Kornfeld Draßmarkt, 95 Tore 238 Spiele 0,39

Der Draßmarkt-Routinier, 1992 geboren, ist seit 1998 beim SVD gemeldet – konnte in den seinen zehn Jahren insgesamt 95 Tore erzielen. Schoss Kornfeld die meisten seiner Tore am Anfang des Jahrzehnts noch von der Stürmerposition aus, wurde er in den späteren Spielzeiten oft im Mittelfeld aufgeboten und kam so konstant zu seinen Treffern.

In der aktuellen Saison, in der Draßmarkt neun Spiele bestritten hat, hält der Draßmarkter Dauerbrenner bei zwei Treffern. Aus Toren und Statistiken macht sich der Kicker aber tatsächlich nicht allzu viel: „Tore waren nie mein primäres Ziel, ich habe auch nie auf meine persönliche Statistik geschaut. Trotzdem freut man sich natürlich, wenn man unter den besten Zehn dabei ist. “

5. Janos Szöke Gloggnitz, 94 Tore 110 Spiele 0,85

Jahrelang war der ungarische Stürmer Janos Szöke der Torgarant für die Burgherren aus Forchten-stein.
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94 Tore erzielte der Ungar im abgelaufenen Jahrzehnt. Dafür benötigte Szöke nur sage und schreibe 110 Partien. Das entspricht einer Top-Quote von 0,85 Toren pro Spiel, die beste aller Top-Ten-Spieler. In den Jahren 2010 bis 2013 musste sich jede Abwehr der Liga vom Torschützenkönig der Saison 2011/12 und 2012/13 in Acht nehmen.

Da spielte der heute 33-Jährige nämlich beim SV Forchtenstein, mit ihm im Sturm stiegen die Burgherren 2013 auch in die Burgenlandliga auf, wo er in der nächsten Saison gleich wieder bester Schütze wurde. Stationen in der Regionalliga bei den Mattersburg Amateuren und in der niederösterreichischen Landesliga bei Bruck folgten. Danach kehrte der Ungar wieder in die 2. Liga Mitte zurück, spielte nochmals ein Jahr in Forchtenstein und eine weitere Saison für Steinberg, wo er nicht ganz an alte Leistungen anschließen konnte, dennoch beide Male zwölffach netzte. Im Winter 2020 wechselte Szöke nach einer kurzen Bruck-Rückkehr zum SV Gloggnitz.

Für den Goaleador wäre sogar mehr möglich gewesen: „Aber ich habe ja nicht durchgehend zehn Jahre in der Liga gespielt. Ich habe meine Tore auch woanders gemacht“, schmunzelt der treffsichere Angreifer und fügt hinzu: „Deshalb ist es leider nur Platz fünf geworden. Als Legionär musst du immer Leistung zeigen. Bei Forchtenstein hatte ich mit Janosz Imre Glück, einen super Vorbereiter zu haben. Die Zeit in Steinberg und Forchtenstein war jedenfalls toll.“

6. Michael Rois Lackenbach, 91 Tore 258 Spiele 0,35

Vier Tore hinter Szöke landet der Langzeit-Lackenbacher Michael Rois mit 91 Treffern in 238 Spielen. Dass der 36-Jährige damit unter den besten zehn Torschützen des Jahrzehnts ist, überraschte den 36-Jährigen. Und noch eins: Mit Gibson (2.), Kornfeld (4.) und Matthias Beiglböck (47.) vom USC Pilgersdorf ist er der einzige Spieler, der in allen zehn Saisonen traf.

7. Dominik Strondl Bad Sauerbrunn, 88 Tore 129 Spiele 0,68

88 geschossene Toren für den SC Bad Sauerbrunn in der 2. Liga Mitte bedeuteten für Dominik Strondl eine sehr erfolgreiche Zeit im Kurort. Mit 16 Toren in der Saison 2016/17 war der mittlerweile 37-Jährige auch maßgeblich am Aufstieg der Truppe von Heinz Kremser in die Burgenlandliga beteiligt. Eine Verletzung hinderte den Stürmer daran, den einen oder anderen Treffer mehr zu machen. „Dadurch musste ich fast eineinhalb Jahre pausieren. Trotzdem waren die Jahre mit Bad Sauerbrunn in der 2. Liga sicher die schönsten in meiner Karriere“, so Strondl. Im Kurort fühlt er sich immer noch pudelwohl, auch wenn der Stürmer, der erst im Februar Papa geworden ist, fast „nur“ mehr in der Bad Sauerbrunner 1b kickt.

8. David Lämmermeyer Deutschkreutz, 79 Tore 181 Spielen 0,43

Platz acht krallt sich David Lämmermeyer. Der gebürtige Unterfrauenhaider, der zwei Kreuzbandrisse überstanden hat, spielt derzeit in der Burgenlandliga bei Tabellenführer Deutschkreutz. Beim Abbruch in der Vorsaison war der 30-Jährige Erster in der Schützenliste, heuer ist er Zehnter. Bis 2018 schoss er in der 2. Liga die Netze kaputt, für Oberpullendorf, Ritzing 1b und - richtig! - Unterfrauenhaid. Seine Bilanz: 79 Tore in 181 Spielen. Sein Wort: „Es ist immer schön, in Statistiken vorne aufzuscheinen. Vor allem, wenn´s um Tore geht.“

9. Peter Szücs Karriereende, 77 Tore 167 Spiele 0,46

Nach zwei Lackenbachern reiht sich auch ein zweiter Spieler des SV Draßmarkt in die Liste ein. Peter Szücs stürmte von der Saison 2012/13 bis zur Saison 2018/19 für das Liga-Urgestein. Dann entschloss sich der heute 30-jährige Ungar, weil er seine Freizeit seiner Familie widmen möchte – Szücs´ Sohn ist sechs Monate alt – die Packler an den Nagel zu hängen. Die Draßmarkt-Zeit behält er aber natürlich in schöner Erinnerung: „Das ganze Dorf ist mein Freund.“ Über die Erwähnung unter den ersten Zehn freut er sich. Jemand, dem das ebenfalls gefallen hätte, ist Peters vor zwei Jahren verstorbener Vater. „Ihm hat der Fußball so Spaß gemacht. Er hat alle Zeitungsberichte über mich aufgehoben.“

10. Alexander Martna Karriereende, 73 Tore 110 Spiele 0,66

Der momentane Oberloisdorf-Trainer Alexander Martna wusste in seiner aktiven Zeit definitiv, wo das Tor steht.
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Den Abschluss bildet einer, der jetzt Trainer in der Liga ist. Alexander Martna, Jahrgang 1974, coacht seit zweieinhalb Jahren den SV Oberloisdorf. Als Spieler war er jahrelang „der“ Goalgetter der Region, erzielte speziell um die Jahrtausendwende Tor um Tor. Seine Fertigkeiten stellte er auch zum Ende seiner Karriere unter Beweis. Von 2010/11 bis 2013/14 erzielte er für Draßmarkt, Ritzing 1b und Oberpullendorf satte 73 Tore.