SV Schattendorf im Individualtraining. Der SVS hält seit 8. März als einziger Liga-Klub Einheiten am Platz ab. Die BVZ hat die ersten Reaktionen zusammengefasst.

Von David Schweighofer und Maximilian Wiesler. Erstellt am 18. März 2021 (01:23)
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Es geht wieder los. Die beiden Schattendorfer Timo Rzucidlo (l.) und Darko Anicic (r.) freuen sich, wieder trainieren zu dürfen.
Martin Ivansich, Martin Ivansich

„Sehr gut verlaufen“, „mega cool“, „Hut ab vor den Trainern“. SV Schattendorf-Obmann und Torhüter Alexander Bernhardt ist die Freude, seine Jungs wieder trainieren zu sehen, anzumerken. Der Tabellenzweite steht seit Montag, dem 8. März, voll im Individualtraining, das seit Feber erlaubt ist, und ist damit Liga-Vorreiter. Die anderen interessierten Vereine, wie Forchtenstein, Neudörfl und Oberpullendorf, befinden sich noch in der Planungsphase.

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Konzept funkt! Alex Bernhardt und der SVS machten gute Einzeltraining-Erfahrugen.
BVZ, Martin Ivansich

Fünfmal pro Woche, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, nehmen sich die Trainer zwei Stunden Zeit. Für jeden Spieler sind 30-Minuten-Slots reserviert, in denen intensiv mit dem Ball gearbeitet wird. In der vergangenen Woche leiteten „Chef“ Alfred Wagentristl und „Co“ Christian Freiler („ein Danke dafür“) die Einheiten. Einer richtete sich am Haupt-, einer am Trainingsplatz ein. „Pro Tag werden in der Regel sechs Sessions angeboten, auf alle Tage zusammen gerechnet 30“, so Bernhardt, der selbst fleißig Tormanntrainings abspult. Diese Woche hilft auch Martin Horvath, zweiter „Co“, mit. In Woche eins nahmen 15 Spieler – manche doppelt, manche dreifach – das Angebot in Anspruch, für Woche zwei haben, Stand Dienstag, 19 zugesagt.

„Das freut mich riesig.“ Trainiert wird freilich unter Einhaltung aller Corona-Regeln, „mit Abstand“. Plus: „Die Spieler kommen umgezogen, haben ihre eigene Trinkflasche und fahren nach dem Training gleich wieder heim.“ Zeitraum: zwischen 16 und 18 Uhr. „Wir wollen das Flutlicht nicht strapazieren.“ Ähnlich wie Bernhardts Fazit fällt auch jenes der Spieler aus: supergut. Übrigens: Jene, die nicht am Individualtraining teilnehmen können, halten sich daheim fit. Die BVZ fragte zwei von ihnen, Verteidiger Darko Anicic und Mittelfeldspieler Timo Rzucidlo, wie es sich anfühlt, nach Monaten wieder gegen den Ball zu treten.

„Es war super, wieder etwas mit dem Ball zu machen. Ich habe zu Hause viel gemacht, daheim kann man diese Belastung aber einfach nicht simulieren“, war Anicic nach dem Re-Start begeistert. Auch Offensivmann Timo Rzucidlo freute sich, wieder die Luft des Schattendorfer Grenzstadions schnuppern zu können: „Es hat Spaß gemacht, wieder auf dem Platz zu stehen. Ein Mannschaftstraining ersetzt das Individualtraining nicht, aber es ist allemal besser, als laufen zu gehen.“

Der Plan ist, das Individualtraining zumindest bis Anfang April fortzusetzen. Bernhardt: „Wir hoffen, dass dann mehr möglich ist.“ Genauso wie darauf, dass die Saison fortgesetzt wird. Schattendorf feiert heuer nämlich sein 95-jähriges Jubiläum. „Ein Aufstieg wäre toll.“ Klappt´s nicht, soll es spätestens nächstes Jahr soweit sein.