Klaus Lehrner: „Die Jungs haben Qualität“. Seit 2004 spielt Klaus Lehrner mit drei (kurzen) Unterbrechungen für seinen Stammverein Horitschon/Unterpetersdorf. Der Kapitän ist auch vom aktuellen Team überzeugt.

Von Michael Heger. Erstellt am 30. März 2021 (01:55)
Klaus Lehrner
Am Ball. Klaus Lehrner ist in Horitschon zurzeit Abwehrchef, Kapitän und „Leithammel“ für junge Mannschaftskollegen.
Heger

Mit seinen 28 Jahren zählt Klaus Lehrner in der blutjungen Horitschoner Mannschaft zu den Routiniers und führt das Team auch als Kapitän auf das Feld. In den elf Jahren Burgenlandliga mit seinem Stammverein und bei seinen drei „Kurz-Ausflügen“, hat der Abwehrspieler so einiges erlebt.

Im Jahr 2007 zog es Lehrner aus Horitschon Richtung Fußballakademie Burgenland, wo er für die U15 tätig war, nach einem halben Jahr zog es ihn aber wieder zurück in die Blaufränkischgemeinde. „Ich hatte die Chance, bei meinem Stammverein in der Burgenlandliga zu spielen, die wollte ich nutzen“, erzählte Lehrner über seine damalige Entscheidung, die er keinesfalls als „Schritt zurück“ sah oder sieht. Nach zwei Jahren in Horitschon klopfte der große SK Rapid bei Lehrner an und er wechselte in die U19 des österreichischen Rekordmeisters – leider nur für kurze Zeit, da sich der Wechsel aufgrund seiner schulischen Situation „spießte“.

Somit wurde der Transfer noch in der selben Transferzeit rückgängig gemacht. Anderthalb Jahre später, im Sommer 2011 hieß Lehrners Ziel erneut Mattersburg, diesmal ging es aber nicht in die Nachwuchsabteilung, sondern waren die SVM Amateure das Ziel. Obwohl auch dieses Intermezzo nach einem halben Jahr vorbei war, möchte der Edel-Techniker diese Zeit nicht missen: „Damir Todorovic war damals unser Trainer, es war eine tolle Zeit. Grund für den schnellen Wechsel zurück nach Horitschon war, dass ich aufgrund der vielen Profis, die in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kamen, praktisch nicht zum Spielen kam. Trotzdem war es eine sehr wertvolle Erfahrung für mich.“

„Über Klaus gibt es nur Positives zu berichten. Er ist ein echter Führungsspieler, eine Bank.“ Horitschon-Trainer Hannes Marzi kannte seinen Kapitän schon als ganz jungen Spieler.

Zurück in Horitschon setzte es gegen Ende der Rückrunde einen schweren Verletzungs-Rückschlag für den Eigenbauspieler im Dress der Horitschoner. Just im Bezirks-Derby gegen Oberpullendorf zog sich Lehrner eine Kreuzband- und Meniskusverletzung zu und fiel für ein Jahr aus. Nach seinem Comeback hatte er für längere Zeit körperliche Probleme. „Insgesamt hat mich die Verletzung in etwa zwei Jahre beschäftigt“, blickte Lehrner auf diese (schwere) Zeit zurück, „aber als ich wieder fit war, konnte ich schnell wieder an mein Leistungs-Niveau anschließen, war eigentlich bei jedem Trainer gesetzt.“

„Von jedem Trainer etwas mitgenommen“

Stichwort Trainer. In seinen langen Jahren in Horitschon erlebte Lehrner neben vielen Mannschaftskollegen auch einige Coaches. Ein Ranking, welcher Trainer „der Beste“ gewesen sei, möchte der Defensivspieler nicht abgeben, nur so viel: „Die erste Amtszeit von Hannes Marzi fällt mir sofort ein, das war eine schöne Zeit und auch sehr erfolgreich. Auch mit Matthias Bleyer ist uns mit dem Nicht-Abstieg und der Leistungssteigerung in der Folge-Saison viel gelungen. Im Grunde genommen hatten wir aber viele gute Trainer und ich konnte von jedem etwas mitnehmen.“ Über die Rückkehr von Hannes Marzi in der vergangenen Saison freut sich Lehrner laut eigenen Aussagen sehr. Auch Marzi hat über seinen Kapitän nur Positives zu berichten: „Klaus war schon immer ein super Kicker. In den Jahren, in denen ich nicht in Horitschon war, hat er sich noch einmal sehr stark weiterentwickelt. Er ist nicht umsonst Kapitän dieser Mannschaft, ein echter Ruhepol und eine Bank in der Defensive.“

So haben es beide derzeit mit sehr jungen Spielern sowie Mannschaftskollegen zu tun. Es eint Trainer und Kapitän auch, dass sie von dem aktuellen Weg des Vereins und den jungen Spielern in ihren Reihen überzeugt sind. Der Trainer über die Position des Kapitäns: „Natürlich spielt er in unserem jungen Team jetzt eine tragende Rolle. Das ist für ihn mit Sicherheit eine Herausforderung und wird es in Zukunft auch bleiben. Lehrner: „Mir gefällt es mit den Jungen, weil sie echt etwas drauf haben. Natürlich sind wir als „alte“ Spieler jetzt auch in einer anderen Art gefordert, müssen die Jungs auch führen. Es ziehen aber alle an einem Strang und spielerisch kann uns, meiner Meinung nach, in der Liga auch niemand etwas vormachen. Ich freue mich schon, wenn es wieder losgeht und ich mit den Burschen auf dem Platz stehen kann.“